10.4.1800

Afsender

Poul Scheel

Afsendersted

Firenze

Modtager

Bertel Thorvaldsen

Modtagersted

Rom

Modtagerinfo

Ingen udskrift.

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Resumé

Scheel sender hilsener til sine venner i Rom. Han anbefaler øen Menorca, som han har hørt er billigere end Rom. Han fortæller om de mange genvordigheder på sin rejse fra Rom til Firenze. Han beretter om den videre rejse og anbefaler Siena som seværdig. I Firenze overraskes han af mødet med to venner, som er blevet i Firenze for at vente på post. Scheel fortæller om sine planer om at rejse til Tyskland via Livorno, Pisa, Lucca, Modena, Pavia og Milano. Han lover om muligt at kontakte kammerherre Bille i Livorno med henblik på at få Thorvaldsens kunstsager transporteret til København. Han frygter, at en dansk fregat, hvis besætning han har lært at kende, er forlist. Scheel spørger afslutningsvis Thorvaldsen, hvorvidt han har fastsat et tidspunkt for sin afrejse fra Rom. Han beder Thorvaldsen om at eftersende et medicinsk måleapparat bestilt hos en købmand.

Dokument

  Bester Thorvaldsen Florenz d. 10 April.
1800.

Dieser Brief wird Sie u Hl ZoegaI überzeugen dass ich noch glücklich u wohl hier in Florenz angekommen bin; möchte derselbe Sie beide auch nur eben so gut davon überzeugen können wie herzlich ich Ihnen Dank weis, für alle mir in Rom erwiesene Freundschaft u Gefälligkeit, und wie sehr ich mit meiner Reise nach Rom auch deswegen zufrieden bin, weil sie mir die Bekanntschaft von ein Paar so braven hochachtungswerthen Leuten verschafft hat, die ich in unsrem Vaterlande fortsetzen zu können mich freue (wiewohl ich es Zoega, um seiner selbst u um unsrer Landsleute willen die in Zukunft Rom besuchen werden, kaum wünschen mag, dass seine Erwartung, für beständig nach Dännemark zurück zu kommenII erfullt werde). Sagen Sie diesen meinen Dank an ihn, bis ich weiter hin (ietzt werde ich wohl kaum Zeit übrig haben), ihm selber in einem eignem BriefeIII dies wiederholen kann, u empfehlen Sie mich der Frau ConsulinIV u seiner Familie, wenn sie sich meiner noch erinnern. Ebenfals empfehlen Sie mich in Mezeris HauseV und danken in meinem Namen für die gefällige artige Aufname die ich dort gefunden u für die angenehm in ihrer Gesellschaft zugebrachte Zeit. Frau MariaVI grüssen Sie, u wünschen ihr von herzen eine baldige Veränderung ihres Schicksals, die sie so sehr verdient, u die hoffentlich nicht lange ausbleiben wird. Herzliche Grüsse an Freund KochVII, der wie ich hoffe mit Rom nach u nach wieder ausgesöhnt werden wirdVIII; wenn es wahr ist, was man hier in den Zeitungen liest dass der traurige ZustandIX dort aufgehört hat. Es wird mir um aller meiner Freunde in Rom willen, lieb seyn, wenn dies wahr ist. – Im Vorbeigehen eine Nachricht für Freund Koch, in Bezug auf seinen Auftrag, ihm zu melden, wenn ich einen Ort erfahre, wo es gut u wohlfeilX zu leben ist. Eben höre ich dies von einem Freunde u Landsmann, dem Sohn des Kaufmann WulfenXI in Livorno, von MinorkaXII wohin er kürzlich eine Reise gemacht hat um Geld einzukassiren. Man bezahlt dort für das Mittagsessen, eine Flasche Portwein mit einbegriffen, drei PezzeXIII dur, u braucht dort, für die übrigen Ausgaben des Tages noch ohn gefähr zwei andre Pezze dur, um ohngefähr eben das zu haben, wofür man in Rom 10 oder 12 Paul bezahlt. Dies wäre ein Ort für die Artisten, die Rom für den theuersten Ort in der Welt halten.
Von meiner Reise habe ich nicht viel andres als Widerwärtigkeiten zu erzählen. Schon dies kann ich unter die Unannehmlichkeiten derselben rechnen dass sie mich von Rom wegführte, wo ich gerne noch einige Zeit geblieben wäre, obgleich ich diese Verletzung des Endzweckes meiner ReiseXIV schwerlich hätte in meinem Gewissen entschuldigen können; und wo ich der Versuchung dort noch etwas länger zu bleiben auch schwerlich widerstanden hätte, ohne die von mir beobachtete Vorsicht, (deren Nützlichkeit ich erst am Ende meines Aufenthalts recht einsehe), nur eine bestimmte Summe Geldes, u keinen Kreditbrief auf mehr, mit mir zu nehmen, damit mich der Geldmangel aus Rom wegtreiben, und mir nicht erlauben sollte mehr als höchstens 6 oder 8 Wochen an einem Ort zu bleiben, wo für mich als Arzt nicht viel zu sehen ist. Die Eilfertigkeit u Verwirrung indessen mit der ich wegkam, machte mich wie betäubt u verursachte dass ich in dem Augenblicke die Trennung von Rom u meinen dortigen Freunden weniger fühlte. Dass ich das Unglück hatte mit 3 Damen in die Kutsche gepackt zu werden, von denen noch dazu zwei alt u hässlich waren, sahen sie selbstXV. Indessen fand ich doch nicht die Unannehmlichkeiten, die ich von der Unfähigkeit der Weiber die Beschwerlichkeiten der Reise zu ertragen, erwartete, denn diese hielten sie gut u ohne viel zu klagen aus; besonders muss ich Kochs Freundin Domenica GiustiXVI wegen ihrer Geduld u guten Laune loben, mit der sie auch den übrigen die Widerwärtigkeiten der Reise weniger fühlbar machte. Wenn sie wieder nach Rom komt, so grüssen Sie sie von mir, u danken ihr in meinem Namen für dies. – Draussen vor Rom wurde unsre Reisegesellschaft noch mit einer Person vermehrt, nämlich mit dem französischen Maler DuretXVII, der höflich genug war die arme MenicucciaXVIII nicht draussen sitzen zu lassen u ihr seinen Platz in der Kutsche zu überlassen. Wie es aber weiterhin stark zu regnen anfing, so musste uns Ihr kleiner Kasten mit Raphaels SchädelXIX aus der Verlegenheit helfen, aus dem wir mitten in der Kutsche einen Sitz machten, so dass wir also 5 Personen in derselben seyn konnten. Kaum hatten wir uns durch den Koth u den grundlosen Weg bis ohngefähr 4 Meilen vor Baccano durchgearbeitet; als es dem Schicksale gefiel unsre Hoffnung noch den ersten Tag bis RonciglioneXX oder wenigstens bis Monte Rosso anzukommen zu vereiteln, indem gegen 10 Uhr bei einem Stoss an einen Stein die Achse des Hinterrades brach u die Kutsche mit grossem Geschrei unsrer Damen auf die Seite fiel. Ausser dem Schrecken kamen indessen alle gut davon. Menicuccia, Duret u ich machten uns sogleich auf die Beine um nach BaccanoXXI zu gehen; die beiden andern Damen versuchten es auch, kehrten aber bald wieder um, u stellten sich unter einem Regenschirm neben dem Wagen hin. Wir hatten ohngefähr 2 Meilen zurückgelegt, als der Regen immer zunahm u uns nöthigte uns nach einem Obdache umzusehen. Ein uns begegnender Bauer den wir fragten ob nicht bald ein Haus in der Nähe sey, tröstete uns mit dem nahen Wirtshause il Merluzzo, wohin wir bald darauf gelangten. Freilich war es nur ein unbewohntes zerstöhrtes Haus ohne Thür u Fenster, aber doch hatte es ein noch ziemlich unversehrtes Dach, welches uns vor dem Regen schützte. Wir hatten Muth genug trotz unsres ungünstigen Schicksals munter u guter Dinge zu seyn, aber endlich löschte der Hunger, den besonders ich nicht wenig fühlte da ich den Morgen fast nichts gefrühstückt hatte, und die Kälte unsre gute Laune etwas aus, und machte uns etwas stille, besonders wie wir die Sonne sich ihrem Untergange sich nähern sahen. Gerne wären wir ohngeachtet alles Regens weiter gegangen, aber war schon von dem zurückgelegten Wege halb baarfuss, u hatte auch keine Kräfte mehr zu gehen. Endlich kam eine andre Kutsche mit Reisenden vorbei, und nahm unsre Dame auf, und wir marschierten voran. Der Regen hatte inzwischen aufgehört, u wir kamen um 7 Uhr in BaccanoXXII an, wo wir uns wärmten u unsern HeishungerXXIII stillten, so gut es der ietzige Zustand des Wirtshauses erlaubte, welcher freilich nicht der beste war, denn nach einer 3maligen totalen Plünderung von Feind u Freund war nur ein einziges Zimmer von 14 grossen ausgemalten, wieder mit Thür u Fenster versehen. Um 9 Uhr kam endlich unsre Kutsche mit einer angebundenen Achse an, u in ihr die beiden andern Damen, die vor Hunger u Kälte in einem noch übleren Zustande waren wie wir. Da das einzige Wohnzimmer keinen Platz für uns hatte, so liessen Düret u ich uns in einen von den andern Zimmern Heu tragen, u schliefen so gut wir nur konnten vor der zu den offnen Fenstern u der Thüre hereindringenden kalten Luft in unsre Mäntel gehüllt. Die Nacht war heiter, aber gegen Morgen kam wieder Regen, der fast den ganzen Tag, mit kurzen Zwischenräumen anhielt; u so ging es ieden Tag fort, einen einzigen heitern Tag in Siena abgerechnet. Wir übernachteten den zweiten Tag in RonciglioneXXIV wo unser Wagen eine neue Achse erhielt. Den 3ten Tag wollten wir bis San LorenzoXXV kommen, aber der Himmel machte einen Strich in unsre Rechnung, denn kaum sahen wir Monte FiasconeXXVI noch 4 Meilen vor uns entfernt, so brach unsre neue Achse wieder, u wir mussten Gott danken dass wir auch diesmal gut davon kamen, u ohne Verletzung unsre Fussreise antreten konnten. Diese ermüdete mich nicht wenig, weil mir das Loos zu theil wurde, die beiden alten Damen zu begleiten, die nicht gehen konnten, und deswegen erst gegen die Nacht in Monte Fiascone ankamen. Hier hatten wir mehr Zeit als uns lieb war und als es bedurfte um das Städchen zu besehen u dessen guten Wein zu versuchen, denn die Hälfte des folgenden Tages ging mit der Ausbesserung unsres Wagens hin, u wir kamen deswegen nicht weiter als bis San Lorenzo. Den 4ten Tag kamen wir endlich ins ToscanesischeXXVII, nach RadicofaniXXVIII noch eben früh genug um die Bäche die auf der Gränze sind und die der unaufhörliche Regen der uns verfolgte mit iedem Augenblicke mehr anschwellen machte, passabel zu finden. Den 5ten Tag übernachteten wir in BuonconventoXXIX u waren den 6ten zu Mittag in Siena. DüretXXX, an den ich einen recht guten Reisegesellschafter hatte, willigte in meinem Vorschlag hier zu bleiben, u den Wagen der noch 10 Meilen mehr bis nach einem kleinen Orte dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern, machen wollte, durch einen Marsch bei der Mondhellen Nacht wieder einzuholen. Wir benutzten diesen halben Tag in Siena recht gut, um uns umzusehen. Wenn Sie nach Siena kommen, so versäumen Sie nicht, wenn Ihre Zeit eingeschränkt seyn sollte, den DomXXXI daselbst wenigstens zu besehen, der es wegen seiner schönen Gothischen Bauart, u auch wegen der Frescomalereien in der Sacristei sehr verdient. Wir sahen ihn gerade des Abends wo die minderstarke Erleuchtung dem Innern desselben, (welches aus lauter Lagenweise abwechselnden u gelblichtweissem Marmor besteht, über welche sich auf grossen Pfeilen, eine himmelblaue mit goldnen Sternen besähte Decke wölbt), einen ganz eignen Character ihm gab. Nachdem wir unsre kurze Zeit so gut uns möglich war genutzt hatten, begaben wir uns mit Sonnenuntergang auf den Weg, u erreichten gegen 10 Uhr Abends, wohl durchgenässt vom Regen, der sich gegen Abend aufgezogen hatte, um uns auch diesen Tag unsrer Reise zu begleiten, unsre Gesellschaft wieder. Die zwei folgenden Tage unsrer Reise waren ohne weitre Unfälle, ausser dem Regen, u am 9ten Tage des Mittags erreichten wir endlich Florenz, nachdem wir noch zu guter letzt im Thore die Deichsel des WagensXXXII gebrochen hatten. Ich fand hier in dem selben Hause wo ein Landsmann von uns, der Baron BrockenhuusXXXIII wohnt, ein Zimmer, welches ich auf einen Monat miethete. Nicht wenig wurde ich überrascht wie ich unsre beiden Freunde ObelitzXXXIV u SchumacherXXXV noch hier fand, die auf Briefe warteten die von Wien kommen sollte, u die Legationssecretair NissenXXXVI nicht abgesandt hatte, weil er nicht von ihrem Aufenthalte benachrichtigt war. Wir brachten noch 8 Tage vergnügt zusammen hier zu, nach denen sie über Bologna Mantua u.s.w. nach Frankfurth abgingenXXXVII. Ich fürchte sie werden viel von Kälte ausgestanden haben, denn selbst hier in Florenz war es nicht wenig kalt selbst in der letzten Hälfte des vorigen Monats, u erst ietzt ist es schönes Frühlingswetter. So sehr ich mich anfangs in Florenz unzufrieden fühlte, zumal wie ich nach Abreise meiner Freunde hier allein war, so sehr zufrieden bin ich ietzt damit, sowohl in Rücksicht für meine Wissenschaft als im Uebrigen Betreff, u dies macht, dass auch ich leider schon länger in Florenz liege, als es eigentlich für meinen Reiseplan gut ist. Doch hoffe ich ietzt bald abzureisen, u zwar werde ich über Livorno Pisa, Lucca, Modena nach Pavia u Mailand gehen, wo ich wahrscheinlich einige Zeit zu bleiben gedenke, ehe ich wieder nach Teutschland gehe; von wo aus Sie wieder von mir hören werden. Wenn ich Gelegenheit habe in Livorno den Kamerherr BilleXXXVIII oder sonst einen von den Offiziren unsrer Fregatten im Mittelländischen Meere zu sprechen u von ihnen günstige Antwort auf Ihrem WunschXXXIX Ihre Kunstsachen auf einer Fregatte nach Kopenhagen zu schicken erhalte, so schreibe ich es Ihnen von Livorno aus. Ich hatte hier in Florenz das Vergnügen einen halben LandsmannXL von uns einen Schweden den Capitain LøfvenschiøldXLI kennen zu lernen, der in Paris einige Ihrer Freunde gekant hat. Ich habe mir die Freiheit genommen ihm Ihre Addresse aufzuschreiben um ihm Ihre Bekantschaft zu verschaffen. Er schien mir so viel ich aus einer Bekanntschaft von einigen Tagen urtheilen kann, ein sehr artiger Mann zu seyn. Grüssen Sie ihn von mir.- Eine traurige Nachricht höre ich hier, nämlich die, dass unsre Fregatte Hviid ØrnXLII wahrscheinlich diesen Winter in einem Sturm der sie auf dem Wege nach Mallaga traf, untergegangen ist, indem man schon seit langer Zeit nichts von ihr weis. Es thut mir dies doppelt leid, weil die Offizire derselben, die ich in Livorno kennen lernte, so ausgezeichnet brave Leute waren. Von unserm Vaterlande habe ich nur durch die zweite Hand von Wien aus Nachricht, u weis nicht viel mehr als dass es dort sehr kalt gewesen ist; dass den 11ten März der Weg von Kopenhagen nach Schweden noch schwere Fuhren trugXLIII u.s.w. Sie selbst werden hoffentlich ietzt directe briefe haben. –Was ist wegen Ihrer ReiseXLIV beschlossen? werden Sie bald Rom verlassen u werde ich noch das Vergnügen haben Sie auf meiner Reise irgendwo zu sehen? Auf iedem Fall wünsche ich bald von Ihren u meinen übrigen Freunden in Rom zu hören wie es ihnen geht. Ebenfals bitte ich Sie, den Massstab von MessingXLV, den ich nicht mitnehmen konte weil er noch nicht fertig war, und den ich Sie an den Kaufman Donato Orsi zu schicken bath, ietzt nach Livorno (wohl in Papier eingewickelt,) mit der ersten Post unter meiner Addresse an den Kaufman WulfenXLVI daselbst zu schicken, weil es ietzt zu spät ist, als dass ich noch hoffen kann ihn hier zu bekomen. Die alte UrsulaXLVII bitte ich von mir zu grüssen. – Doch ich muss eilen meinen Brief zu schliessen, den eine Unpässlichkelt von einigen Tagen ohnehin schon verzögert hat. Leben Sie daher herzlich wohl bester Thorvaldsen, u vergessen Sie nicht

Ihren

beständigen Freund

P. Scheel.

Arkivplacering

m1 1800, nr. 2

Thiele

Omtalt hos Thiele I, p. 154.

Emneord

Personer

Kommentarer

  1. Den danske arkæolog og filolog Georg Zoëga.

  2. Georg Zoëga håbede netop på dette tidspunkt at få mulighed for at vende tilbage til Danmark. I et brev af 26.12.1801 skriver han til Friedrich Münter: ‘…so wird doch kein einigermassen vernünftiger und billiger Mann mir verdenken, dass ich mich bemühe zurückzukommen ins Vaterland, welches doch am Ende jedermann das Liebste ist…’, jf. Friedrich Gottlieb Welcker: Zoega’s Leben, vol. II, Halle 1913, p. 142. Zoëga forblev dog i Rom til sin død i 1809.

  3. Brevet 24.12.1800 fra Scheel til “Herrn Consul”, sendt via et brev til Friedrich Münter, må være skrevet netop til Georg Zoëga. Dette brev er, idet det beskriver destinationerne i Scheels hjemrejse og ankomst til København, formentlig det første, som Scheel har sendt til Zoëga efter sin afrejse fra Rom.

  4. Zoëga var 1799-1802 agent/konsul for Pavestaten. Hans hustru, Maria Zoëga, tituleres derfor her konsulinde.

  5. Jf. Thiele I, p. 163, en familie fra Milano. Familien havde en datter, der nød anseelse som malerinde og samlede en kreds af kunstnere om sig.

  6. Muligvis Anna Maria Uhden, som Thorvaldsen sandsynligvis allerede på dette tidspunkt har haft en forbindelse til. Der kan imidlertid også være tale om Maria Angela Sodi, der levede sammen med Thorvaldsens bofælle maleren Joseph Anton Koch. Hendes situation kunne på dette tidspunkt også rimeligvis betegnes ulykkelig, idet hun ikke var skilt fra sin mand bygherren De Regi. Desuden har hun muligvis allerede på dette tidspunkt været syg af det malariaangreb, som hun i 1802 døde af, jf. Ulrich Thieme, Felix Becker og Hans Vollmer (ed.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Leipzig 1927, bd. 21, p. 82. Sandsynligheden for, at der er tale om sidstnævnte, synes bestyrket af, at hilsenen til hende netop efterfølges af en hilsen til Koch. På den anden side er det bemærkelsesværdigt at brevet senere omtaler Domenica Giusti som Kochs veninde, hvilket formentlig vil sige kæreste. Thiele har efter navnet i sine noter til brevet skrevet “(Anna Maria Uhden?)”, og har derved også været i tvivl om identifikationen, jf. Thieles afskrifter af Thorvaldsens breve, Thorvaldsens Archiv, vol. I, 1800, 3.

  7. Den tyske maler Joseph Anton Koch.

  8. Maleren Joseph Anton Kochs havde det i denne periode vanskeligt i Rom, og har åbenbart overvejet at forlade byen, både på grund af sin økonomi og sine politiske holdninger. Koch var åbenlyst imod den franske indtagelse af Rom og stod for at blive anholdt, da franskmændene forlod Rom, jf. Kochs brev 3.5.1805 til en skoleven, hvori disse forhold beskrives. Brevet er gengivet i Else Cassirer: Künstlerbriefe aus dem neunzehnten Jahrhundert, Berlin 1919, p. 106-108.

  9. Muligvis hentyder Scheel til, at der nu efter franskmændenes deportation af pave Pius 6. og hans fangenskab og død, var blevet valgt en ny pave, som så ud til snart at kunne indtage pavestolen Rom, hvilket pave Pius 7. gjorde i juli 1800. Formentlig har Scheel glædet sig over, at franskmændenes udråbte romerske republik var afviklet, jf. den foregående kommentar angående kunstneren Joseph Anton Kochs tilstand. Koch var åbenlyst imod den franske indtagelse af Rom og stod for at blive anholdt, da franskmændene forlod Rom, jf. Kochs brev 3.5.1805 til en skoleven, hvori disse forhold beskrives. Brevet er gengivet i Else Cassirer: Künstlerbriefe aus dem neunzehnten Jahrhundert, Berlin 1919, p. 106-108.

  10. Dvs. billigt.

  11. Formentlig Joh. Hein. Wulffen, søn af Johann Heinrich Wulffen.

  12. Der må have været tale om den spanske ø Menorca, som har været et muligt handelsmål ved afsejling Livorno og som har været betydeligt billigere end Rom.

  13. Betegnelsen ‘pezza’ kunne bruges generelt om adskillige mønter, ofte ledsaget af efterfølgende angivelse af værdien. Her må det dreje sig om en mønt, som er af noget ringere værdi end en scudo, idet de ialt 5 pezze, som behøvedes til dagens ophold på Menorca er en ringere udgift end de 10-12 paul, dvs. ca. 1 scudo, som man ifølge Scheel behøvede i Rom.
    Se eventuelt referenceartikel om møntenheder for yderligere indblik i datidens møntenheder og prisniveau.

  14. Som Scheel fremhæver senere i brevet, var hans formål at udvide sin lægelige viden, og han ville, hvis han ikke var rejst fra veksel til veksel og dermed var økonomisk tvunget til at rejse videre, være blevet længere i fx Rom end det kunne forsvares for den blotte erhvervelse af medicinsk viden. Scheels præcise formål med sin udlandsrejse var at besøge medicinske læreanstalter, dygtiggøre sig indenfor fødselshjælp samt indsamle materiale til en publikation om blodtransfusion og indsprøjtning af medicin i årerne, jf. den af Rigsarkivet udgivne bog: Fonden ad usus publicos, 2. bd., København 1897, p. 21. Yderligere gjorde han sig bekendt med karentæneanstalter og foranstaltede under sit ophold i Livorno forsøg med at forbedre råddent vand og gøre saltvand drikkeligt.

  15. Thorvaldsen har åbenbart været til stede ved vognens afgang fra Rom, idet han har set Scheels medpassagerer, hvilket sandsynliggør, at den senere nævnte kasse med Rafaels buste, var del af en transport af Thorvaldsens værker til Livorno. Se evt. Hjemsendelse af Thorvaldsens kunst 1798 og 1802.

  16. Denne Domenica Giusti, der omtales som veninde til Koch, har muligvis været Kochs kæreste. Dette synes dog at stemme dårligt overens med at Koch på dette tidspunkt eller ganske kort efter angiveligt var involveret med kvinden Maria Angela Sodi, jf. Ulrich Thieme, Felix Becker og Hans Vollmer (ed.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Leipzig 1927, bd. 21, p. 82.

  17. Muligvis den franske maler Joseph Duret, jf. Ulrich Thieme, Felix Becker og Hans Vollmer (ed.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Leipzig 1927, bd. 10, p. 213.

  18. Den omtalte person har ikke kunnet identificeres. Formentlig har såvel Scheel som Thorvaldsen kendt hende godt, eftersom hendes navn i kraft af diminutivformen ‘-uccia’ synes at være et kælenavn. Der kan muligvis være tale om den samme person, som i et udateret brev underskriver sig Menicuccia og udbeder sig økonomisk hjælp fra Thorvaldsen.

  19. Dvs. ‘Rafaels kranium’. Da frenologien – forestillingen om en direkte sammenhæng mellem kraniets ydre form og menneskets sjælelige egenskaber, introduceret af lægen Franz Joseph Gall (1758-1828) – på dette tidspunkt var fremherskende, cirkulerede man afstøbninger af Rafaels formodede kranium, der på dette tidspunkt befandt sig i Rom. Også Scheel interesserede sig for frenologi og udbad sig i sit brev 24.12.1800 Thorvaldsens hjælp til at skaffe et bestilt cephalometer, dvs. et medicinsk instrument til måling af kraniet. Han kan således have skaffet sig en afstøbning af kraniet for senere at studere det nærmere. Det foranstillede personlige pronomen ‘Deres’ skulle jo imidlertid betyde, at kraniet tilhørte Thorvaldsen. Muligvis kan Thorvaldsen have brugt kraniet i forbindelse med sit igangværende (jf. Thorvaldsens brev til Abildgaard 4.4.1800) arbejde på Rafaels buste, A752, en kopi efter en buste udført af Pietro Paolo Baldini (også kendt som Naldini, ca. 1605-1650), som var opstillet i Pantheon og 1820 blev overflyttet til “La Promoteca” på Capitol. Hvorfor kraniet i givet fald fulgte med Scheel og hvor det i dag befinder sig vides imidlertid ikke. Såfremt “Raphaels Schädel” er ment i overført betydning, kan der muligvis have været tale om en gipskopi af Baldinis buste, som Thorvaldsen havde arbejdet efter.
    Senere, 14.9.1833, åbnede man Rafaels grav i Pantheon – under overværelse af Thorvaldsen – og fandt her det, som man nu mener, er det rigtige skelet. Denne scene er foreviget på et maleri på Thorvaldsens Museum, nemlig Francesco Diofebis maleri fra 1833 Åbningen af Rafaels grav i Pantheon, B73.

  20. By beliggende ca. 70 km nord for Rom.

  21. By beliggende ca. 40 km nord for Rom.

  22. By beliggende ca. 40 km nord for Rom.

  23. Sandsynligvis menes Heisshunger (dvs. hungren efter varme), idet den dårlige stand huset er i efterfølgende fremhæves. Alternativt kan der menes konkret sult, nemlig Heisch-hunger, dvs. en slem eller rå sult.

  24. By beliggende ca. 70 km nord for Rom.

  25. By ca. 80 km syd for Siena.

  26. I dag Montefiascone, by beliggende ca. 150 km sydøst for Siena.

  27. Dvs. fra kirkestaten ind i Toscana.

  28. By beliggende ca. 75 km syd for Siena.

  29. By beliggende ca. 30 km syd for Siena.

  30. Muligvis den franske maler Joseph Duret, jf. Ulrich Thieme, Felix Becker og Hans Vollmer (ed.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Leipzig 1927, bd. 10, p. 213.

  31. Domkirken i Siena, katedralen Santa Maria Assunta, opført i romansk og gotisk stil.

  32. Dvs. vognstangen.

  33. Formentlig den danske kammerherre Frederik Brockenhuus.

  34. Den danske jurist Frederik Obelitz.

  35. Den danske jurist Jens Schumacher.

  36. Den danske legationssekretær i Wien Nicolaus Nissen.

  37. Obelitz og Schumacher afgik med kurs mod Danmark. Af brevet fra Scheel til Georg Zoëga 24.12.1800 fremgår, at de i december 1800 var velankomne i København, via Paris.

  38. Den danske kammerherre og kaptajn på fregatten Najaden, Steen Bille, der afløste Thetis under dets togt i Middelhavet i foråret 1797.

  39. Det har åbenbart været planen, at Scheel om muligt skulle sørge for, at Thorvaldsens kunstværker blev sendt med et skib fra Livorno. Se desuden Thorvaldsens brev til Abildgaard 24.10.1800. Kunstværkerne har, som det fremgår af dette brev, i hvert fald i et vist omfang været fragtet med den vogn, som Scheel rejste med.
    Se evt. referenceartikel om Thorvaldsens hjemsendelse af kasser for nærmere information om de af Thorvaldsen hjemsendte ting.

  40. Der har for den holstenske Scheel ikke været modsætning mellem at være tysktalende og betragte sig som dansk, idet han betragter Thorvaldsen som hel og svenskeren som halv landsmand. Det vides ikke, om den nævnte Löfvenskiöld siden hen kontaktede Thorvaldsen i Rom, sådan som Scheel havde opfordret ham til jf. den videre brevtekst.

  41. Der er sandsynligvis tale om den svenske adelsmand og officer Carl Fredric Löfvenskiöld. Iflg. hans rejsedagbog ankom han til Firenze 8.3.1800, se Stockholms Dagblad 27.3.1922, hvor et uddrag af dagbogen er publiceret.
    Han fortsatte siden sin rejse til Rom.
    Scheel nævner i det følgende nogle af Thorvaldsens venner, som Löfvenskiöld havde mødt i Paris. De er ikke identificerede.

  42. Dvs. Hvide Ørn. Fregatten Hvide Ørn blev bygget i årerne 1797-98 og blev søsat 1798. Af Orlogsbasen fremgår i overensstemmelse med det rygte Scheel har hørt, at skibet forliste 1799.

  43. Øresund har været så tilfrosset, at tungere køretøjer har kunnet passere selv på dette forholdsvis sene tidspunkt.

  44. Tidspunktet for Thorvaldsens hjemrejse fra Rom var på dette tidspunkt usikkert, da han endnu ikke vidste, om Kunstakademiet ville forlænge hans rejsestipendium med de resterende to år. Forlængelsen var imidlertid bevilget og blev meddelt Thorvaldsen i brev af 3.12.1799, som han øjensynlig først kan have modtaget efter Scheels afrejse fra Rom i midten af marts 1800. Se Thorvaldsen-kronologien herom.

  45. Formentlig drejer det sig om det kraniometer, som Scheel senere omtaler i sit brev af 24.12.1800 skrevet til Georg Zoëga.

  46. Den danske speditørforretning ved Johan Heinrich Wulffen og søn.

  47. Orsola Polverini Narlinghi, som formentlig har været Scheels værtinde i Rom. Se desuden Referenceartiklen om Thorvaldsens bopæle.

Sidst opdateret 01.05.2015