Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 9689 af 10246
Afsender Dato Modtager
Johan Bravo [+]

Afsendersted

Rom

31.5.1844 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Eksekutorerne for Thorvaldsens bo [+]

Modtagersted

København

Modtagerinfo

Ingen udskrift.

Tilskrift: An die löbl. Herren Testaments-Vollstrecker / des verstorbenen Herrn Conferenzrath / Thorvaldsen / in / Kopenhagen.

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Den verehrten Herren Executoren haben Unterzeichnete die Ehre zu melden, daß sie gestern, bis auf einer Kammer im Erdgeschoß der Wohnung des verstorbenen Conferenzrath Thorvaldsen in welcher alles Eisenzeug & ist, mit dem Inventar fertig geworden sind. Wir werden nicht ermangeln so bald dies Magazin so wie die Papiere des Verstorbenen in dem Verzeichniß mit aufgenommen eine Copie davon abfassen zu lassen und diese ungesäumt zu deren Einsicht einzusenden. Zwischen den Papieren, fanden sich auch die Scheine der bei Torlonia deponirten Capitalien, welche wir einstweilen mit den übrigen Papieren, unter Natarsiegel [sic] ließen aber wie aus Folgenden hervor geht heute noch zu uns nehmen werden.

Nemlich Bravo, hat heute früh mit dem Advokaten von Torlonia eine Besprechung gehabt, der manche Bedenklichkeiten wegen der deponirten Gelder und deren Auslieferung erhebt, da die Bank Torlonia sich dadurch eine immerwährende Verantwortlichkeit aussetzt. Er will vor allem Anderen, die Eröffnung des römischen Testaments, welches Bravo laut der Vollmacht, als eine Nothwenigkeit [sic], zusagte, ohne die verlangte Instruktion darüber abzuwarten, damit dieses keinen Aufenthalt verursacht. Dann müßten die Originalscheine von der Bank Torlonia herbei geschaft [sic] werden. Auch dieses wurde ihm zugesagt, ferner verlangt er von allen Documente eine autentische Abschrift zur Hinterlegung bei Torlonia, welche ihm von Bravo gleichfalls versprochen wurden.
Zur weiteren Besprechung dieser Affaire ist am 3 nächsten Monat nun eine Zusammenkunft mit diesem Advokaten und den Unterzeichnete, verabredet. Die Scheine der Bank Torlonia, werden wir heute deshalb, mit Notar und Zeugen, zu uns nehmen.

Um weitere Order über folgende Punkte ersuchen wir gefälligst:
1) Die Sachen von Brønstedt, standen bis jetzt in einer Kammer der Wittwe Buti und wurden von Thorvaldsen mit einem Scudo für die Miethe monatlich vergütet. Diese Miethe ist zuletzt von Holbeck, bis Ende Novbr 1842, bezahlt wie aus seiner Rechnung und die darüber erhaltene Quitung hervor geht. Bis 1840 ließ Bravo diese Miethe, auf Order von Thorvaldsen durch Galli zahlen.
2) Professor de Matteis, hat als Thorvaldsen’s Arzt noch eine Rechnung für zweimalige Behandlung in Anspruch zu nehmen. Dürfen wir diesen das Honorar zahlen nachdem er die Zahl seiner Visiten eingegeben?
3) Heinrich Mylius in Mailand, nimmt durch einen Brief an Hr. Dalgas in Livorno den Originalgips von Thorvaldsen Portraitstatue, als ein Geschenk der Baronessin Stampe in Anspruch, welches sie ihm bereits von Kopenhagen aus zugesagt, und welches sie auf ihrer Durchreise in Mailand an Mylius, der grade abwesend war, schriftlich in einem Brief vom 29 Juni 1842 zurück gelassen wiederholt. In diesem Brief den Hr. Dalgas in Original eingesendet, sagt die Baronessin, wenn die Ausführung in Marmor darnach vollendet sey, solle er den Gyps erhalten. Wie verhält sich dies und wie soll man sich benehmen.
4) Der Maler Werner, hat für Thorvaldsen ein großes Aquarellgemälde gemacht und wie er sagt mit 100 Scudi bezahlt erhalten. Dieses Gemälde, das Innere des großen Palastes in Corneto, befindet sich in einer Mappe bei den Sachen vor [sic] Thorvaldsen, vor. Der Verstorbene habe ihm kurz vor seiner Abreise ein Pendant dazu bestellt, welches er auch gleich angefangen und hinstellte die Rückkehrt von Thorvaldsen erwartend. Darf man dies Bild, die Ansicht einer Kirche in Toscanella, wenn es gut gemacht ist entgegen nehmen? und zahlen?
5) Thorvaldsen, hatte sich auf 2 Exemplare von dem Kupferwerk Viaggio pittorico della Villa Adriana Tiburtina di Agostino Penna subskribirt. Die Originalunterschrift von Thorvaldsen ist die seine. Der Verstorbene hat von diesem Werk seit 1831 nach und nach die ersten beiden Theile empfangen; von dem 3ten Theil sind nur noch 2 Hefte nach zu nehmen um diesen vollständig zu machen. Von dem 4tenund letzten Theil sind bis jetzt 12 Hefte publicirt, so daß bis jetzt für die 14 Hefte a 15 Bajocchi 2 Exemplare, [tegn] 4.20. zu zahlen sind. Die letzten 18 Hefte, womit das ganze Werk geschlossen ist, würden hiernach weiter [tegn] 5.20 Baj. ausmachen. Der Herausgeber sagt das eine Exemplar habe Thorvaldsen schön eingebunden, einem Bekannten zum Geschenk gemacht. Befindet sich von diesem Werk die ersten Theile in der Bibliothek von Thorvaldsen vor [sic].

Wir erwarten von dem Gibsabgießer A. Ceci und dem Zeichner Camia noch ihre schriftliche Eingaben und glauben das hiermit die Liste der Reklamationen geschlossen sind.

Derer Befehle gewärtig verharren mit Hochachtung
Rom 31 Mai 1844.

ganz ergebenst
Joh. Bravo
Filippo AV Ricci

[På den anden led i venstre margen på første side:]
Fremlangt i Cftr Thorvaldsenss Bo d 13 Juli 1844

GustBrock

Arkivplacering
Landsarkivet for Sjælland, Landsover- samt Hof- og Stadsretten, Københavns Skiftekommission, Eksekutorboer 1790 – 1919, pk. 445, nr. 67, 5 l
Emneord
Thorvaldsens dødsbo
Personer
Leonardo Camia · Bertel Thorvaldsen
Sidst opdateret 28.08.2019 Print