Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 7332 af 10244
Afsender Dato Modtager
Goethe-kommissionen [+]

Afsendersted

Frankfurt a.m.

Afsenderinfo

Rødt laksegl med våbenskjold med stående mandsfigur i profil, der holder en stav. Motivet er gentaget over selve skjoldet, der omkranses af løv[?].
Poststemplet: FRA[NKF]URT / 9. / SEPT. / 1837. / 5 – 6; samt ved ankomsten til Rom: ROMA / 1[8?] / SET. / [1837].

9.9.1837 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

Rom

Modtagerinfo

Udskrift: Monsieur le Chevalier de Thorwaldsen / à / Rome / Italie

Resumé

Thorvaldsen takkes for sit tilsagn om at udfærdige en model til et mindesmærke for Johann Wolfgang Goethe. Kommissionen er fuldt indforstået med Thorvaldsens ønske om kunstnerisk frihed og finder hans idé om at vise Goethe lænende sig op ad en klippevæg fremragende. Også i den bredere komité er der tilslutning. Til gengæld vil man gerne udsætte en nærmere forhandling om motiverne for reliefferne til soklen. Kommissionen er glad for, at Thorvaldsen forudser en kort tidshorisont – et år – til færdiggørelsen af modellen. Flere pladser i Frankfurt egner sig til mindesmærket; Thorvaldsen tages med på råd, og komitéen vil fremsende et kort.

Se original

Ew. Hochwohlgeboren

Geehrtes Schreiben vom 21ste. Juli haben wir mit der lebhaftesten Freude empfangen, indem wir daraus ersehen, mit welcher Bereitwilligkeit und mit welch warmen Interesse Sie unsren Antrag aufgenommen und sich geneigt erklärt haben, den Entwurf und die Anfertigung des Modells zu dem hier zu errichtenden Göthe=Denkmale zu übernehmen. Wir sagen Ihnen hierfür, wie für die einstweilen uns mitgetheilten vorläufigen Andeutungen hinsichtlich Ihres Entwurfes zu dem beabesichtigten Denkmale unsern verbindlichsten Dank.

Allerdings sind wir, – wie wir dieß auch in unserm früheren Schreiben bereits äußerten, – der Ueberzeugung, daß bei Anfertigung eines Kunstwerkes der Künstler sich möglichst frei in seiner eigenen Idee bewegen muß, soll etwas mehrhaft Gelungenes zu Stande kommen; allein auch abgesehen hiervon erscheinen uns Ihre Ansichten über die Ausführung des Denkmales, und namentlich auch der Hauptfigur selbst, – wie Sie dieselben in Ihrem geschätzten Schreiben uns mitzutheilen die Güte haben, – so richtig, und wir finden dieselben mit unsern eigenen Ansichten und Wünschen so übereinstimmend, daß wir mit der größesten Beruhigung alles Weitere Ihrem eignen Ermessen anheimstellen. Dieselbe Uebereinstimmung mit Ihren Ansichten haben wir auch bei dem größeren Comité, dem wir den Inhalt Ihres geehrten Schreibens mittheilen, gefunden und wir sind von diesem beauftragt worden, Sie zu ersuchen, das Modell zu dem Standbilde Göthe’s nach den von Ihnen gegebenen Andeutungen möglichst bald anfertigen zu wollen.

Was die Basreliefs betrifft, womit das Postament zu zieren wäre, so werden wir uns die Freiheit nehmen, darüber später nach das Nähere mit Ihnen zu verabreden, indem eines Theils sowohl über die Zulässigkeit der Basreliefs überhaupt, wie über deren Art und Weise die vielen verschiedenen Ansichten sich noch nicht so ganz geeiniget haben, und es anderen Theils allerdings auch von dem weitern Fortgang unserer Subskriptionen abhängen wird, wie weit wir unsere Plane ausdehnen dürfen.

Auch daß Ew. Hochwohlgeboren in Betreff der Zeit zur Vollendung des Modells den von uns geäußerten Wünschen so vollkommen genügt und sich bereit erklärt haben, sich gerne bald nach Empfang unserer Antwort ans Werk machen zu wollen, um alsdann wenigstens das Modell der Hauptfigur binnen einem Jahre zu wollenden, haben wir mit aufrichtigem Danke ersehen; und die schließliche Versicherung, daß Sie bei Uebernehmung dieses Kunstwerkes mehr die Genugthuung, dem Andenken unseres hochbegabten Dichters Ihre Kräfte widmen zu können, als Ihr anderweitiges Interesse in Betrachtung ziehen werden, ist eben sowohl ein Beweis mehr Ihres übrigens allgemein anerkannten wahrhaft edlen Kunsteifers, wie für uns eine doppelte Bürgschaft darin liegt, etwas ganz Ausgezeichnetes von Ihrer Meisterhand zu erhalten, da solche Liebe zur Sache, wie sie nur aus wahrer Begeisterung entsprungen sein kann, auch diese Begeisterung fortan erhalten und immer neu beloben muß.

Da mehrere, übrigens in ihrer Umgebung nicht wesentlich verschiedene Plätze hiesiger Stadt zur Aufstellung des Monumentes sich ziemlich gleichmäßig eignen, und auch über deren Auswahl noch nichts ganz Bestimmtes entschieden ist, so sind wir so frei, Ew. Hochwohlgeboren gelegentlich einen Plan der Stadt nebst Bezeichnung und näherer Beschreibung gedachten Plätze zu übersenden; und wir würden uns glücklich schätzen, wollten Sie auch darüber Ihre Ansicht und Ihren Rath uns später mittheilen.

Mit der ausgezeichnetsten Hochachtung unterzeichnen

Frankfurt a/m d 9te. September 1837. Ew. Hochwohlgeboren
 
Ergebene
Das engere Comité für Errichtung des
Götheschen Denkmales zu Frankfurt a/m
 
und in dessen Namen
 
Dr Spiess.
Generel kommentar

Der findes en næsten ordret kopi af Goethe-kommissionens brev. Kopien blev vedlagt som bilag til kommissionens brev af 21.4.1838.

Arkivplacering
m21 1837, nr. 54
Emneord
Kunstnerisk frihed · Monumenter, samtidige personer · Thorvaldsens værker, idéudvikling af · Thorvaldsens værker, kravspecifikationer
Personer
Johann Wolfgang von Goethe · Gustav Adolf Spiess
Sidst opdateret 20.03.2020 Print