Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 10128 af 10246
Afsender Dato Modtager
Johan Bravo [+]

Afsendersted

Rom

Afsenderinfo

Knækket laksegl.

3.7.1848 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Just Mathias Thiele [+]

Modtagersted

København

Modtagerinfo

Udskrift: Sr Wohlgeboren / Herrn Professor, Justizrath Thiele / Ritter von Danebrog u Danebrogs Mann / Sekretär der Königl. Akademie der / schönen Künste auf / Charlottenburg / Copenhagen

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Rom 3 Juli 1848.

Lieber Thiele,

Dein Brief vom 16 u 17 v. M. ist mir heute zugekommen, aber nicht über Frankreich und nicht Fr. Marseille, sondern durch die Thurm u Tax. Post in Lübeck, dies zur Regel bei nächster Gelegenheit, wie denn auf diesem Weg alle Briefe am schnellsten ankommen.

Um Dir heute diese flüchtigen Worte zukommen zu lassen benutze ich die Gelegenheit der Reise von Frau Jerichau welche gegen Abend über Civita vecchia, Genua & nach Cop. abreist und sie mitnehmen wird. Vielen Dank für Deinen Brief und es freut mich daß die Sachen angekommen sind, auch daß Du oder Deine Frau, von der Du mir auch nicht mal einen Gruß gesagst, damit zufrieden ist. Aber lieber Thiele, was ist dabei zu accreditiren wenn ich Dir eine solche Kleinigkeit als Geschenk anbiete. Laß Deine Frau das Tuch in Gesundheit auftragen u dann steht ein anderes zu Diensten u damit laß es gut seyn. – Wie gerufen kam Kolberg so eben zu mir und ich danke Dir für Deinen gelinden Wischer, daß ich die Auslagen gemacht ohne Ordre zu haben, welches zu thun ich auch nicht bereitwillig war u K. bemerkte daß ich es nicht thun kann ohne schriftlichen Befehl der Akademie. Hierauf sagte er mir daß ihm die Akademie geschrieben er solle seine Arbeiten einsenden u zuletzt der Etatsrath Koch noch dazu geschrieben er solle zusehen daß die Auslagen nicht zu groß würden und ich möchte alles so billig als möglich einrichten. Was sollte ich nun dabei thun wenn er solche Ordre hat? Ich hab mit Tischler u Schiffer Speditionen &. gehandelt was ich konnte. Hier die Rechnung dem Tischler Ferrari habe ich für beide Kisten 23 Scudi 50 Baj. dann die Spesen bis zur Einschiffung, nemlich Transport bis Ripa grande, Erlaubnißschein Zollgebühren, Taue, Blei u bis an das Tiberschiff 5 Scudi 75 Baj ausgegeben. Diese hat mir Dalgas ersetzt nemlich 29 Sc. 25. für die Fracht beider Kisten, die ein kolossal, habe ich 11½ Scudi bis Livorno bedungen, so daß die andern Kisten bis 100 rb Dalgas seine Auslagen seyn müssen. Ich schreib Dir dies damit du Einsicht von der Sache bekommst u Du wirst erinnern wie vielen Verdruß ich schon früher wegen diese Sendungen gehabt. Der arme Kolberg war ganz verdutzt wie er hörte daß er vielleicht dazu käme die Kosten zu zahlen. Ich tröstete ihm damit wenn er dies schriftlich habe, könne er sich ja in Cop. Rechtfertigen, zumal er noch in diesem Monat dahin abgehen will. Conradsen ist heute früh nach Florenz in Gesellschaft von dem Architekten Winstrup abgereist, doch werde ich schon Gelegenheit haben ihm wegeen der Krönungsmedaile das Nöthige darüber mitzutheilen.

Vielen Dank für die politischen Nachrichten und ich bin ganz einverstanden mit den Lügennachrichten, welche wir nun schon aus Erfahrung kennen und lange keinen Glauben mehr schenken. Ich hoffe das Alles ordentlich enden wird und Dännemark am Ende einen ehrenvollen Frieden schieße. Hier sieht es desto bunter aus u Gott weiß welche Zukunft wir entgegen gehen. Sey so gut und grüße Marstrand und sage ihm daß ich morgen mit dem Spediteur De Antonis ganz ernst spreche [sic] werde, wegen seiner Kiste u daß ich glaubte es sey am Gerechtesten, wenn der Kiste wirklich in Stettin liegt, sie nach Lübeck u von dort nach Cop. Gehen zu lassen. E. Meyer ist nach Gastein, bei Salzburg abgereist u seine Adr. dort Poste restante sey. Auch sag ihm daß ich von Dalgas einen Brief u Rechnung von 24 Sc. 32 Baj erhalten, die Marstrand ihm gesagt daß ich auch diese für seine Rechnung bezahlen solle u daß ich dies schon gethan. Diese kann er gleichfalls an Bissen auszahlen.

Das Papier geht zu Ende u dies Geschmir darfst Du gar nicht als eine Antwort auf Deinen Brief ansehen, welche zu machen ich mir für nächstens vorbehalte. Grüße Deine Frau u Kinder. Lebe wohl grüße die Freunde u Bekannte u hast du etwas von hier nöthig so sag es ohne Umstände Deinem Freund

N S. Schreibe doch bald wieder I. Bravo


4 Juli

Frau Jerichau, reiset [sic] heute erst ab und deshalb habe ich diesen Brief wieder eröffnet um Dir die noch zu bitten an Marstrand die Einlage zu geben. Da kannst Du zugleich sehen welche Rechnung die Hrn. möchten. Viele Grüße von Ricci bei dem ich schon in der Frühe besuchte.

Nochmals lebe wohl.

Arkivplacering
m31, nr. 65
Sidst opdateret 10.05.2011 Print