Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 4703 af 10248
Afsender Dato Modtager
Susanne Elisabeth Bethmann-Hollweg [+]

Afsendersted

Frankfurt am Main

28.1.1829 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

Rom

Modtagerinfo

Udskrift: Al Signor / Cavaliere Albert Thorwaldsen / Roma
Poststempler: FRANKFURT 31. IAN. 1839 og [xx] FEBRARO

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Frankfurt a/m den 28 Jänner 1829.

Durch Hrn von Bunsen sind Sie bereits unterrichtet, daß wenn die Sehnsucht schon lange im Stillen das Mutterherz bewegledem geliebten entschlafenen Sohne ein Erinnerungs Denkmal zu errichten, diese Sehnsucht durch das herangekommene Altar und durch die Veranlaßung, daß wir eine Familiengruft haben erbauen laßen, wo dieses Denkmal eine würdige Stelle finden wird, gesteigert ist.
Diese Famliengruft ist auf unserem neuen sehr schön gelegenen, und schön und zwekmäsig eingerichteten Friedhofe. Ueber der unterirrdischen Gruft, wo die Entschlafenen ruhen werden, ist eine kleine Kapelle, zum Aufenthalt der Begleitenden bei Beerdigungen, und um darinn Erinnerungs Denkmale aufzustellen. Ihre schönen Basreliefs von denen jeder Reisende welcher sie gesehen mit Entzüken spricht, sollen die erste und werden gewis die schönste Zierde dieser Kapelle seyn. Hr. Graf Gröben, einer der Adjutanten des Kronprinzen von Preußen, sprach bey seiner Zurükkunft aus Italien meinem Sohne mit Begeisterung von diesem Kunstwerk.
Ich ersehe hieraus daß die Basreliefs vollendet, oder doch der Vollendung so nahe sind, daß es wohl nur weniges bedarf, um sie mir senden zu können.
Ich begreife daß es für den Schöpfer von Kunstwerken, ein Opfer ist, sich von seinen Geisteskindern zu trennen. Allein ich zähle darauf, daß Ihr gefühlvolles Herz durch den Wunsch die Bitte der liebenden Mutter, welche selbst sich dem Grube naht, bestimmt werden wird, sie recht b[ald d]urch Ihre Schöpfung zum Andenken, was nun seit 16 Jahren in Livorno ruhenden Sohnes, zu erfreuen.
Sie würden mich doppelt erfreuen, wenn Sie mir durch einige schriftliche Worte wollen wißen laßen, wenn auch nur mittelbar, wenn ich hoffen kann, die Basreliefs zu erhalten.
Empfangen Sie noch die Versicherungen der unbegränzten Hochachtung

S. Bethmann Hollweg

Arkivplacering
m14 1829, nr. 11
Personer
Johann Philipp Bethmann-Hollweg · Christian Karl Josias von Bunsen
Værker
Sidst opdateret 10.05.2011 Print