The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 9838 of 10246
Sender Date Recipient
Johan Bravo [+]

Sender’s Location

Rom

Information on sender

Spor af segl.

25.1.1845 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet.

Just Mathias Thiele [+]

Recipient’s Location

København

Information on recipient

Udskrift: Sr Wohlgeboren / Herrn Justizrath Thiele / Ritter von Dannebrog / Dannebrogmann, Sekretär / der Akademie der schönen Künste / & & & / Kopenhagen / Charlottenburg / Einlage des / Hr. Justizraths / Thomsen

Abstract

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

See Original

Rom 25 Jan 1845

Grade hab ich ein Schreiben an Justizrath Thomsen fertig, als dein Schreiben vom 9 d. lieber Thiele, eintrifft ich benutze diese Gelegenheit dir mein Antwort, wenn auch keine Geregelte, damit zukommen zu lassen. Ich erinnerte Kolberg um Dein Wort mit Brief, Aufschrift in ottenia forma, durch Freund Canina an S. Luca gelangen zu lassen.

für Deine gütige Verwendung bei S. Maj. weiß ich kein Worte des Danks zu finden und noch mehr das Du an meinem Ricci gedacht hast. Willst Du und ist es noch Zeit den Vorschlag zu machen, da die Gelegenheit sich darbietet so sehe zu wenn der König mir eine Gnade erzeigen will daß ich eine Gehaltzulage erhalte. Eine Decoration, ganz von Eitelkeit abgesehen, wäre für meine hiesige Stellung gewiß vortheilhaft, aber diese allein ist nicht von praktischen [sic] Nützen. Bisher ist Ricci der Ansicht gewesen, daß das Museum uns honnoriren würde und der Jurist Müller meint gar nach Gebrauch in Kop. sollten wir dem Museum unsere Rechnung ohne Umstände einzusenden. Dies unter uns, und ich sehe Deine Ansicht und Rath darüber entgegen.

Die Sache mit der St. ist mir leid, aber so hat das Museum doch die Portraitstatue von Thor. welche diese Mad. demselben vorenthalten wollte. Deine Erklärung, daß ich Vorstellung gemacht, gegen die Auslieferung ist wahr, lese meinem [sic] Brief von 9 Aug. an die Executoren gefl. noch. Am 24 Aug. bekam ich einen Brief von 9 Aug, an Dich, Ricci und mich gerichtet, worin man gegen meine Vorstellung hinsichtlich des Basreliefs Christus in Emaus, sagt “at dette Arbeide, der, saavid [sic] vides er Baronesse Stampe [sic] Eiendom, maa indtil videre forblive i Rom for hendes Reining“, die Statue betreffend wird nichts erwiedert, unterschrieben ist dieser Brief bloß von Collin u Schouw, was ich dir damals auch schrieb und ein damitfolgendes Schreiben vom gleichen Datum hat außer jenen noch Kierulf gezeichnet. Ist vielleicht bloßer Zufall Auch deine es zu deiner Regel, diese Statue hat vor einem jeden andern Abguß das Interesse, daß Thor. selber bei der Wiederherstellung seine Hand daran gelegt, sie kam hier nemlich zerbrochen an Wird denn nimmer ein Beschluß wegen das Basrelief Christus in Emaus gefaßt, will die Baronesse dies haben so soll sie wahrhaft eben so gut den Marmor und Benutzung des Models, als der Kronprinz von Bayern bezahlen. Denke Dir der Transport dieses Basrelief bei Räumung der Ateliers kostet 4½ Scudi wer soll die zahlen wenn es nicht Eigenthum des Museums wird.

Prof. Schouw meinen verbindlichsten Gruß und er soll es mir nicht übel auslegen wenn ich ihm in meiner Hitze unrecht gethan, mir thäts es am mehrsten Leid, mit einem Mann von europäischen Ruf nur in Mißharmonie gestanden zu haben und an Ende um wem? Deiner guten Frau, werde ich mit dem größten Vergnügen diese Tücher kaufen und durch die erste sich darbiethende Gelegenheit senden; ich wollte ich könnte mich mit sende und ich hab Bissen schon geschrieben daß ich wünsche daß Ihr beide es durchsetzt daß ich zur Eröffnung des Museums nach Kop. berufen würde.

Das Geld von Woltreck nimm nur entgegen und so wie Du mir es als empfangen anzeigst bezahle ich ihm hier und sende seine Originalquitung [sic] an Dich ein, wie ich dies mit ihm verabredet habe; er schmachtet darnach.

Die von Falbe bestellten Werke für Sr Maj. Handbibliothek werde ich zahlen und senden.

E. Meyer werde ich so bald ihm sehe so wie die andern aufgegebende Grüße an allen Bekannte bestellen.

Die Conchylien von Petersen hast Du nun wohl erhalten, ich habe sie an Pauli mit andern Sachen eingesendet, der Dir sodann auch die Zahlung meiner Auslagen erstatten wird. Sobald ich Petersen zu Gesicht bekomme werde ich ihm fragen wie viel er zu födern [sic] hat und ihm sodann für Dich zahlen.

Auf Dein Schreiben von 4 Decb mit der Antwort unserer Akademie habe ich nichts zu erinnern als meinen gehorsamsten Dank. Bist doch ein närrischer Kerl, “siger Tydskerne“, wegen der Semolelle, wenn ich vielleicht vergessen zu schreiben, es sei zu Deinem Gebrauch, so könntest Du dir es denken, daß es bloße Vergessenheit und nichts anders war. Genißt es in Gesundheit u nehmt solche Kleinigkeit ohne weiteres von einem Freunde an, der es aus warmen Herzen giebt. Du höre heute ist Carnewals Anfang und während ich dies schreibe tönt es vom Corso her und die alte bachanalische Wuth, ergreift mich, ich möchte das Schreiben fast bei Seite schieben und hineilen, dabei ist das schönste Wetter von der Welt, doch Giudizio sagt Ricci immer und ich muß aushalten und so habe Du auch noch Geduld, es sind noch mehrere Punkte zu erledigen. Fürs erste erinnere Matthiae, er kommt jedem Posttag und frag ob die Affairen in Kop noch nicht in Ordnung sind. Dann wegen Koop ist keine königl. Resolution erfolgt, seine Creditoren liegen mir auf dem Hals.

Wie wird es mit der Mutter der Frau Paulsen, bedenkt ich muß der jeden Monat 15 Scudi geben, wie ich es den Executoren gemeldet.

Auch sehe zu daß das Geld bei Torlonia, den 2000 Scudi, welche Ricci und ich dort haben stehen lassen, durch Collin seine Order wie wir es verlangt gehoben werden können, ich stehe wiederum in ganz bedeutenden Vorschuß und kann die Rechnung nicht abschließen. Was übrig bleibt senden wir durch Wechsel, hätte man dies mit der ganzen Geldsendung so eingerichtet daß wir es baar empfangen, so hatte dem Museum über 500 Scudi gespart werden können. Ueberhaupt kommen die Hrn schwer zu einem Entschluß. Ricci und ich werden in nächster Woche schreiben, wobei ich einen Brief von Kolb, mit QUúitungen von Holbeck, wie er sagt, einlegen werde.

Also wegen Woltreck sollst Du conferiren, dann wird auch wohl des Monsignore Spada Medice und Canina gedacht. Im Monat März geht ein Schiff von Livorno nach Kop. zurück, damit werde außer den Formen von Thor. auch die fehlende Theile von Caninas Werk, L’archittura [sic] antica, für Sr Maj. Handbibliothek so wie das für Thor. seine Bibliothek, wozu der Verstorbene sich unterschrieben mitsenden, die Zahlung für diese letzte Lieferung werde ich machen.

Er meint ob die Bibliothek der Akademie nicht ein Exemplar daran nehme, das ganze Werk besteht aus drei Sektion, jede aus drei Theile Text und 3 Theile Monumente mit fast 700 Kupfern. Der Preis ist 91½ Scudi, doch will er es der Akademie zu 61 Scudi geben. Glaubst Du Der Akademie dieses in Vorschlag bringen zu können?

Auch wegen der Inschrift auf dem Grabmonument der Prinzessin erinnere ja, indem die Vorsteher des Kirchhoffs in diesen Tagen zu mir sendeten und erklärten in Fall nicht bald eine käme, sie aus Machtvollkommenheit nach ihren Statuten und ehrenhalbers eine setzen lassen würden. Ich habe um Ausschub gebeten indem ich eine Antwort erwartete welche jeden Tag eintreffen könnte. Auf jedem Fall müßten sie warten bis ich nochmals geschrieben.

Die Kisten zu Thor. Formen sind bestellt und wie gesagt ich sende diese nach Livorno, womit alles nach Kop. geschickt werden soll. Schade daß der junge Collin nichts davon erfahren daß dies Schiff von Kop. nach Livorno gegangen, damit hätten die Sachen für unsere Bibliothek folgen können. Mit Kolb seinen Platen ist für dem [sic] Werk nichts anzufangen, er will sie einzeln nicht geben u verlangt dafür was er an Thor. bezahlt. Bei Prof Rezzi bin ich mehrere Male gewesen, in diesen Tagen hat er nun versprochen in den Ferien des Carnevals sich davon zu machen und zu sehen welche Doubletten die Bibliothek Corzini auszuwechseln hat. Wenn nur etwas daraus wird, dann er scheint nicht Lust zu haben diese Arbeit vor zu nehmen. Es freut mich daß Ussing die Vasen von Feoli, wohin ich ihm führte weit werthvoller als die Sammlung des Königs sind, vielleicht kann noch etwas aus dem Kauf werden Holm ist endlich aus München hier angekommen Winther hat wieder eine schlemme Tour durchgemacht u ist nun leider ohne Geld. Wenn ich nur Geld genug hätte überall zu helfen, so konnte es gehen

[I venstre margen på sidste side:]
Viele Grüße von alle Landsleute u Bekannte welche sich oft nach deinen und Deiner Familie Wohlergehen erkundigen. Grüße Deine gute Frau u Fräulein Tanta fame von Deinem

Bravo

[I venstre margen på første side:]
Bitte grüße auch Collin, ich habe gestern seinen Brief erhalten, sein Brief an der Frau Paulsen mit Wechsel sey damals richtig angekommen. Viel haben wir hier gelacht über die Franzosischer [sic] Zeitung nach welcher auf Thor. Auktion, Engländer jeden Meißel mit 500 frs. bezahlt. Wollte Gott, aber erstens ist kein Meißel dort verkauft u kein Engländer dabei gewesen. Aus dem ganzen Verkauf sind kaum 500 Scudi gelößt.

Archival Reference
m31, nr. 49
Last updated 10.05.2011 Print