Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 3081 af 10032
Afsender Dato Modtager
Rudolf Emanuel Wettstein [+]

Afsendersted

Basel

Afsenderinfo

Rødt laksegl med fint aftryk af våbenskjold. Se evt. faksimile af brevet ved at trykke på det røde laksegl nedenfor (Se original).

31.1.1823 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

Rom

Modtagerinfo

Sr Hochwohlgebohren / Herrn / Herrn Ritter von Thorwaldson / in Rom.

Resumé

Wettstein udbeder sig en anbefaling fra Thorvaldsens hånd vedrørende den schweiziske maler Hieronimus Hess, som han har hørt, at Thorvaldsen har rost og givet en bestillingsopgave. Wettstein har set løvemonumentet i Luzern og modellen, der ligger til grund for monumentet, jf. Døende løve (Schweizerløven), afstøbning A119. Han roser især modellen i de højeste toner. Han beklager sig over, at ingen grafisk reproduktion endnu har ydet værket retfærdighed.

Se original

Basel, den 31.te Jenner 1823.

Hochzuverehrender Herr!

In der Hoffnung daß Sie mir, Ihnen unbekannt, diese Zeilen verzeihn werden, wage ich es, mit einer Bitte an Sie einzukommen:
Ich habe vernommen daß einen meinen jungen Landsleüthe in Rom, Nahmend Hieronimus Hess, für den ich mich interessire, das Glück gehabt haben soll, von Ihnen bemerkt und sogar mit einer für ihn äußerst schmeichelhaftig Bestellung beehrt zu werden.
Dies ist, nach meinen Ansichten, das ruhmwürdigste Zeugnis das je ein jungen Künstler erhalten konnte; Und da nun der Beweis davon bey seinen hiesigen Gönnern, von ungemein vortheilhaften Wirkung für ihn seyn würde, so nehme ich die Freyheit – wenn es nicht allzu unbescheiden ist – Sie höflichst zu bitten, mir durch ein paar eigenhändige Zeilen zu melden, daß Sie wirklich an Hess ein Talent erkennt haben welcher Achtung und Auszeichnung verdiene; daß Sie ihn desswegen mit einer Aufgabe beehrt haben; ..... und was Sie allenfalls zu seinem Lobe noch bey Zufügen die Güte haben möchten. Ich brauche nicht zu sagen, Hochzuverehrender Herr, welch überaus günstige Folgen ein solches Lob, von einem solch weltberühmten Manne, für meinen Landsmann haben würde.
Ich habe im vergangnen Sommer eine kleine Reise nach Luzern gemacht, in der einzigen Absicht, dem erhabensten aller Denkmäler (das ich noch nicht gesehen hatte) meine Bewunderung zu zollen, und zugleich auch meinem alten Freunde und Waffenbruder, dem Herrn Obrist Pfyffer von Altishofen /mit welchem ich von und nach dem Entstehen des Löwen, wenigstens 70. à 80. Briefe über dieses Gegenstand gewechselt hatte/ Glück zu wünschen über das vollbrachte, erstaunende Werk, welches ich öfters antraf umgeben von Reisenden aus allen Gegenden Europas.
Es ist schön, sehr schön; doch unendlich schöner noch fand ich das Modell davon, und ich kann aufrichtig bekennen daß in meinem ganzen Leben noch nie ein Bild – sogar den Laocoon nicht aussgenommen – die entsetzliche Empfindung in mir erregte, die sich meiner, beym Anblick Ihres an Wunder grenzendes Modell bemächtigt hat. – Hern Obrist Pfyffer ist noch immer beschäftigt, die geweyhte Stelle mit geschmackvollen Umgebungen zu verherrlichen, (zum Beyspiel, durch kleine Wasserfälle, welche zu beyden Seiten des edeln Thiers, von der ganzen Höhe des Felsen, romantisch hinunter sprudeln, und einen herrlichen Effect machen).
Auch das Monument durch die Kunst des Grabstichels vervielfältigen zu lassen, sind Hern Obrist unaufhaltsam bemüht. Leider aber wird zu allgemeinem Bedauern befunden, daß bis jetzt noch kein Blatt erschienen ist sey welches dem Gegenstand würdig wäre und von seiner unaussprechlichen Majestaet einen richtigen Begrif gäbe. – So wurde z.B. der Stand-Punkt des Zeichners bald zu viel rechts, bald zu viel links, bald gar nicht gewählt. – Bald waren die Beywerke ungeschickt angebracht, bald fehlte es an Kentnis der Linie-Perspective; u.s.w. –; das gelungnest[en] Blatt (oder das wenigst mißlungene) ist das jenige von Hegg[i] in aqua-tinta gestochen. Ich vermuthe, es werde Ihnen bekannt seyn.
Verzeihen Sie, Hochzuverehrender Herr, meine allzulange Abschweifung über ein Werk von welchem man sich nie satt sprechig kann, und genehmigen Sie gefälligst den Außdruck der ausgezeichnetsten Hochachtung mit welcher ich die Ehre habe zu verbleiben,

Hochzuverehrender Herr! Dero ergebener Diener
Wettstein
Obt. Lieutt.
Arkivplacering
m8 1823, nr. 10
Thiele
Ikke omtalt hos Thiele.
Emneord
Anbefaling eller introduktionsskrivelse, øvrige · Døende løve (Schweizerløven) · Idolisering af Thorvaldsen · Kritik af Thorvaldsens værker, positiv · Monumenter, historiske personer og begivenheder · Samtidige reproduktioner af Thorvaldsens værker · Statuer, allegorier · Svarbrev fra Thorvaldsen udbedes · Thorvaldsen som kunstkender · Thorvaldsen som mentor for andre kunstnere · Thorvaldsens værker, uden for Thorvaldsens Museum · Thorvaldsens værker, udført af andre
Personer
Franz Hegi · Hieronymus Hess · Karl Pfyffer von Altishofen
Værker
Sidst opdateret 20.08.2014 Print