Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 1100 af 10185
Afsender Dato Modtager
Friederike Brun Antagelig 1812 [+]

Dateringsbegrundelse

Digtets ydre anledning er fundet i 1811 af et brud med hvidt marmor i Norge. Digtet blev skrevet kort derefter som en opfordring til Thorvaldsen om at vende tilbage til Danmark og fremstille sine marmorskulpturer dér. Digtet blev oversat til dansk i 1812.

Bertel Thorvaldsen
Resumé

Kommentarerne til dette digt er under udarbejdelse.

Se original

Die Braut aus der Tiefe
an
Pygmalion Thorwaldsen

Im hohen Norden da steht ein Berg’
Mit dürren Flechten umstricket,
In des Berges Schoos wohnet Alraun und Zwerg
Vom Tageslicht nimmer umblicket:
Doch lebet und webt’s in des Berges Schlund,
Allein es schweiget der Tiefe Mund,
Vom einsam nächtlicher Walten.

Es keimet’ und wuchs seit Jahrtausender schon
In dunkelbrütender Stille;
Dort bildet der Urzeit mächtiger Sohn
Eigir, in unendlicher, fülle!
Es sank zu Boden wie reiner Schnee,
Und wuchs in die Breit’ und wuchs in die höh’
Mit dunkeldurchstrahlendem Glanze!

Und gebildet war’s, und es war vollbracht,
Bei der Nornen ahndendem Sange;
Und der Marmor glänzt durch des Abgrunds Nacht,
Und er harrt dem erwekkendem Klange!
Denn was steigen soll aus der Nacht empor,
Durch Gesang nur steiget’s aus Licht hervor,
Der das Wesenlose gestaltet!

Es erklang die Leyer in Brages Hand,
Die Erweckerin des waß sonst schliefe;
Und in blendendstrahlendem Lichtgewand,
Stieg die Marmorbraut aus der Tiefe!
Wer vermählt den Geist mit dem Wiederhall?
Wo weilst du erweckender Liebesstrahl?
Wer rufet die Schönheit ins Leben?

Denn sehet sie steht mit geschloßenem Blick
Ihr Busen will sich nicht heben!
Sie schreitet nicht vor, und nicht zurück,
Von feßelnden Banden umgeben!
O Bildner, eile von Westen her,
Über Berg über Thal über Land und Meer,
Zu lösen die feßelnden Bande!

Zu beleben den alternden starren Nord,
Mit der Schönheit Himmelsgebilden;
Und zu wirken auf kommende Zeiten fort,
In der heiligen Kunst Gefilden!
O Thorwald, es harret die reine Braut,
Dir ward sie gebohren, dir anvertraut;
Komm’ rufe die Schönheit ins Leben!

Generel kommentar

Dette digt blev skrevet efter fundet af hvidt marmor i Norge i 1811. Fundet gav anledningen til yderligere opfordringer til Thorvaldsen om at ville vende tilbage til Danmark.


Der findes et andet eksemplar af dette digt i Arkivet, skrevet med anden hånd.
Digtet blev i 1812 oversat til dansk af Adam Oehlenschläger.

Arkivplacering
m33, nr. 56
Emneord
Digte til Thorvaldsen · Norsk marmor
Personer
Bertel Thorvaldsen
Sidst opdateret 15.02.2016 Print