Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 1099 af 10179
Afsender Dato Modtager
Friederike Brun Antagelig 1812 [+]

Dateringsbegrundelse

Digtets ydre anledning er fundet i 1811 af et brud med hvidt marmor i Norge. Digtet blev skrevet kort derefter som en opfordring til Thorvaldsen om at vende tilbage til Danmark og fremstille sine marmorskulpturer dér. Digtet blev oversat til dansk i 1812.

Bertel Thorvaldsen
Resumé

Kommentarerne til dette digt er under udarbejdelse.

Se original

Die Braut der Tiefe an Pygmalion
Thorvaldsen.

Im hohen Norden da steht ein Berg
Mit dürren Flechten umstrikket,
In des Berges Schooß wohnt Alraun und Zwerg
Vom Tageslicht nimmer umblikket:
Doch lebet und webt’s in des Berges Schlund,
Allein es schweiget der Tiefe Mund,
Vom einsam nächtlichen Walten.

Es keimet’ und wuchs seit Jahrtausenden schon,
In dunkelbrütender Stille;
Dort bildet der Urzeit mächtiger Sohn
Eigir, in unendlicher, fülle!
Es sank zu Boden wie reiner Schnee,
Und wuchs in die Breit’ und wuchs in die Höh’
Mit dunkeldurchstrahlendem Glanze.

Und gebildet war’s, und es war vollbracht,
Bei der Nornen ahndendem Sange;
Und der Marmor glänzt durch der Tiefe Nacht,
Und er harrt dem erwekkendem Klange
Denn was steigen soll aus der Tief hervor,
Durch Gesang nur steiget’s aus der Licht hervor,
Der das Bildungslose gestaltet!

Und die Leyer erklang in Bragurs Hand,
Die Erwekkerin deß was noch schliefe:
Und im blendendstrahlenden Lichtgewand,
Stieg die Marmorbraut aus der Tiefe,
Wer vermählet den Geist mit dem Wiederhall?
Wo weilt der erwekkende Liebesstrahl
Wer rufet die Schöne ins Leben?

Denn seht sie steht mit geschloßenem Blik
Ihr Busen will sich nicht heben!
Sie schreitet nicht vor, und nicht zurük,
Von feßelnden Banden umgeben!
O Bildner, eile von Westen her,
Über Berg über Thal, über Land und Meer,
Zu lösen die feßelnden Bande.

Zu beleben den alternden starren Nord,
Mit der Schönheit Himmelsgebilden;
Und zu wirken auf kommende Zeiten fort,
In der heiligen Kunst Gefilden!
O Thorwald, es harret die reine Braut,
Dir ward sie geboren, dir anvertraut;
O rufe die Schönheit ins Leben!


[Herefter tilføjet med anden hånd:]
Friederike Brun
geb. Münter.

Eigir der Meeresgott.
Nornen die Schicksalsgottinen.
Bragur Gott der Dichtkunst.

Generel kommentar

Dette digt blev skrevet efter fundet af hvidt marmor i Norge i 1811. Fundet gav anledningen til yderligere opfordringer til Thorvaldsen om at ville vende tilbage til Danmark.


Der findes et andet eksemplar af dette digt i Arkivet, skrevet med anden hånd.
Digtet blev i 1812 oversat til dansk af Adam Oehlenschläger.

Arkivplacering
m33, nr. 55
Emneord
Digte til Thorvaldsen · Norsk marmor
Personer
Bertel Thorvaldsen
Sidst opdateret 15.02.2016 Print