Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 1681 af 10186
Afsender Dato Modtager
Caroline von Humboldt [+]

Afsendersted

Rom

3.6.1817 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af bogen, hvori brevene er trykt.

Wilhelm von Humboldt
Resumé

Humboldt kalder Thorvaldsens frise Alexander den Stores indtog i Babylon for “det allermest fuldkomne værk, der er lavet i nyere tid”. Hun har set det i værkstedet og peger på frisens dybe kvaliteter mht. liv, bevægelse, grupperinger og modstillinger. Vurderingen falder oven på besøg i både Canovas og Thorvaldsens værksteder, og Humboldt har fået bekræftet, at sammenligningen mellem de to kunstnere falder ud til Thorvaldsens fordel.

[…]

Nachmittags machte ich und empfing einige Besuche. Heute waren wir in Thorwaldsens und in Canovas Studium, beide überfüllt. Thorwaldsen ist sehr fleißig gewesen. Sein Fries, der Einzug des Alexander in Babylon *), ist meiner Empfindung und Urteil nach das Allervollkommenste, was je in neuerer Zeit ist gemacht worden. Wie noch keiner von den reichen Engländern ihn hat in Marmor ausführen lassen, begreife ich nicht. Thorwaldsen glaubt mit 12000 Scudi, also 20000 Talern ihn machen zu können. Reuter sind drauf wie auf den griechischen Basreliefs, und ein Leben, eine Bewegung, eine so tief verstandene Gruppierung und Entgegenstellung der Figuren. Alexander kommt in die Mitte eines Stücks zu stehen, die Siegesgöttin führt die schäumenden Pferde, gewaffnete Krieger folgen ihm, entgegen tritt die Göttin des Friedens mit dem Ölzweig und dem Horn des Überflusses, und beinah unter ihren Flügeln treten die ersten Kinder aus der Stadt, die ihr Vater geleitet, und die den Zug eröffnen. Nein, Schöneres in Basrelief gibt es nicht. Nächstdem hat er eine Hebe einen singenden Amor, viel Basreliefs, mehrere Porträtstatuen, mit einem Wort sehr viel gemacht. Vier Studien stegen voll am vicolo della catena, piazza Barberini.

Von Thorwaldsen aus gingen wir zu Canova, es war mir lieb, die beiden gleich nacheinander zu sehen, und ich bestätigte mich in meinem früheren Urteil. Eine schöne Gruppe, die drei Grazien, hat Canova gemacht. Sie ist an Eugen Beauharnais verkauft. Er hat das Modell zu einer großen Figur, die Religion vorstellend, gemacht, die er 32 Palmen hoch (größer wie die Statuen von Monte Cavallo) ausführen und dem Papst schenken will. Sie hat etwas Großes und Einfaches. Sie soll in St. Peter zu stehen kommen.

[…]

Generel kommentar

Uddraget er afskrevet efter Wilhelm og Caroline von Humboldts breve, op. cit. Kun de dele, der vedrører Thorvaldsen, er medtaget.

Thiele
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Andre referencer

  • Wilhelm und Caroline von Humboldt in ihren Briefen, red. Anna von Sydow, bd. V, Diplomatische Friedensarbeit 1815-1817, Berlin 1912, p. 320-321.

Emneord
Alexanderfrisen, Villa Carlotta, Tremezzo · Kritik af Thorvaldsens værker, positiv · Relieffer, allegorier · Relieffer, antik mytologi · Thorvaldsen og Canova · Thorvaldsens flid · Thorvaldsens værksteder, besøg i · Værkstederne ved Piazza Barberini
Personer
Eugène de Beauharnais · Antonio Canova · Bertel Thorvaldsen
Værker
Sidst opdateret 23.10.2018 Print