Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 2589 af 10246
Afsender Dato Modtager
Bertel Thorvaldsen [+]

Afsendersted

København

10.8.1820 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Sulpiz Boisserée [+]

Modtagersted

Paris

Resumé

En flatteret Thorvaldsen takker ja til at udføre en relieffrise til et mindesmærke – en lille andagtsbygning – dedikeret til Goethe. Han mener, frisen vil gøre sig godt i rotunden med ovenlys, men indvender, at der bør udføres felter til flere af de Goethe-værker, der citeres fra, så fokus ikke skal ligge tungt på Hermann und Dorothea. Han foreslår tre felter med hovedmomenter derfra og et felt hver af de øvrige digte. På den måde bliver der også plads til et større felt efter billedhuggerens egen fantasi. Thorvaldsen spørger, om Boisserée kan mødes med ham i München. Ellers vil han gerne have en tegning af monumentprojektet tilsendt.

Die mir gütigst mitgetheilte Nachricht vom 18 Juny über die Absicht ein Monument für Göthe zu errichten hat mich herzlich gefreut, und es schmeichelt mir das Zutrauen indem ich mit Vergnügen als Künstler das meinige beytragen werde durch Verfertigung des Basreliefs im Frieß der Rotunda.
Die Ide im Ganzen find’ ich der Sache sehr angemeßen in Rücksicht der Form des Gebäudes die Anbringung der Büste und Emblemen &c Auch läßt sich der Frieß nicht glücklicher anbringen als in einer Rotunda von oben beleuchtet. Nur glaub’ ich es hier wünschenswerther, statt ein Gedicht im Frieß zu behandeln und die andere Gedichte nur mit Inschriften anzudeuten, lieber mehrere Gedichte in eingetheilte Felder im Frieß durch Basreliefs zu versinlichen, und die Inschriften diese Gedichte andeutend, unter die Basreliefs anzubringen. Doch konte das erwähnte Hauptgedicht: Herman und Dorothea 3 Felder über die Büste einnehmen und drey Hauptmomente angeben, wohingegen die übrigen Gedichten jedem ein Feld eingeräumt würde. Auf diese Weise erhielt der Bildhauer ein größeres Feld für seine Phantasie wenn er die Phantasie des erhabenen Dichters in seinen verschiedene Wercke folgt.
Ich reise Morgen von hier ab und werde Ausgang October in Rom über Warschau, Wien und München eintreffen. Möglich daß ich das Vergnügen habe Sie in München zu sehen um das Nähere da zu verabreden. Meine Ankunft dort werde ich Ihnen mit Vergnügen näher angeben. Solte dießes Zusammentreffen nicht statt finden können, erbitte ich mir eine Zeichnung des Gebäudes nach Rom zugeschickt wodurch ich die Höhe und Ausdehnung des Frießes erfahre und Ihre gefällige nähere Bestimmung nach Prüfung meiner hier angeführten Bemerkung.
Im Fall Sie dieser Ihrem Beifal schenken erwarte ich die nähere Angabe der verschieden[en] Wercke des Dichters und die im Basrelief darstellende Momente.
Nehmen Sie die Versicherung meiner Hochachtung und empfeh[l]en Sie mich bestens Dhr. Dannekiær und Ihrem Hrrn Bruder mit mehreren Freunde[n] die sich bemüheten mir meinen Aufenthalt in Studgardt angenehm zu machen.
ganz ergebenst
Copenhagen 10 Aug. 1820 A Thorvaldsen
Generel kommentar

Der findes et udkast eller en kopi af brevet.

Arkivplacering
Historisches Archiv der Stadt Köln, 1018/344,1.
Thiele
Omtalt hos Thiele III, p. 66-67.
Emneord
Bestillingen til monumentet for J.W. Goethe · Kunstnerisk frihed · Rejsen til Danmark, juli-oktober 1819 · Rejsen til Rom, august-december 1820 · Thorvaldsens værker, idéudvikling af
Personer
Melchior Boisserée · Johann Heinrich von Dannecker · Johann Wolfgang von Goethe
Sidst opdateret 09.03.2020 Print