Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 8783 af 10185
Afsender Dato Modtager
Sebastian Franz von Daxenberger [+]

Afsendersted

München

15.7.1841 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af digtet og også af indirekte af Kunstblatt, op. cit, hvori digtet blev trykt. Her henvises til festen 15.7.1841.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

München

Resumé

Kommentarerne til dette digt er under udarbejdelse.

Se original

An
Albert Ritter von Thorwaldsen.
–––––––––––––––––––––––––––
Gedichtet und gesprochen von Dr. S. Daxenberger am 15ten July
1841.

  Nordlands Sohn, erhab’ner greiser Däne,
In der Seele weckst du mir Gesang:
Spränge doch, wie von der Bogensehne
Rasch ein Silberpfeil, mein Saitenklang!
Du, der groß wie Phidias, der Hellene,
In das alte Götterreich sich schwang,
Den begeisterte der Christus-Friede,
Meine Seele weckst du zu dem Liede.
 
Hoher Meister, da ich dich erschaue,
Öffnet sich die schöne Glaubenswelt;
Und die Kunst mit ihrem Himmelsthaue
Fühl’ ich, der in tausend Herzen fällt.
Gottes Sonne strahlt mir, und der blaue
Äther leuchtet durch das Sternenzelt;
Deiner Werke, die vom Ew’gen stammen,
Denk’ ich, die zum Höher’n uns entflammen.
 
Heil’ge Marmorbilder und -Gestalten
Sprechen an der Menschheit ganzes Herz:
Da ergreifen es der Kunst Gewalten,
Und erheben es vom Erdenschmerz.
Traum und Vorzeit seh’n wir sich entfalten,
Die Geschichte tönt uns aus dem Erz;
Und zum Licht empor, wenn wir verzagen,
Sind wir durch den Menschengeist getragen.
 
Wir sind groß, wir sind’s durch Künstlergröße,
Im Gefühl der stillen freien That;
Hinter uns liegt rauhes Weltgetöse,
Vor uns sproßt des Geistes gold’ne Saat.
Wir sind groß: es weicht des Daseyns Blöße
Vor dem Leben in der Sel’gen Rath:
Aller Zeiten Dauer hat bezwungen,
Was unsterblich dem Gemüth entsprungen.
 
Spränge doch, wie von der Bogensehne
Treffend schön der Pfeil, mein Saitenklang!
Islands Sprosse, wunderbarer Däne,
Du erweckst im Herzen den Gesang.
Wie im Norden zieh’n die Silberschwäne,
Königlich: so lebe Du noch lang
An dem blonden Belt, am blauen Meere,
Sanft geweigt vom Ruhm und von der Ehre.
Generel kommentar

Dette digt blev fremført ved den storslåede fest til Thorvaldsens ære i Gesellschaft der Zwanglosen i München 15.7.1841.
Digtet blev også trykt i Kunstblatt 19.8.1841, se Schorn, op. cit., der refererede begivenheden. Heraf fremgår også, at Daxenberger, aka Karl Fernau, er digtets ophavsmand.

Arkivplacering
m32, nr. 99
Andre referencer

  • [Ludwig Schorn]: ‘Aus dem Münchner Kunst- und Künstlerleben’, in: Kunstblatt, nr. 66, 19.8.1841, bilag til Morgenblatt für gebildete Stände, p. 280.

Emneord
Digte til Thorvaldsen · Rejsen til Rom, maj-september 1841 · Selskabsliv, andre steder · Thorvaldsen og Island
Sidst opdateret 06.10.2014 Print