Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 915 af 10185
Afsender Dato Modtager
Johan Jacob Ekman [+]

Afsendersted

Göteborg

Afsenderinfo

Brevet har været lukket med lim og et segl med punkterende gennemslag. På dette gennemslag ses et ‘E’ aftegnet i centrum af en cirkel.

12.5.1810 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

Rom

Modtagerinfo

Udskrift: Herr Thorwaldsen Rom.

Resumé

Ekman sender sit brev med den svenske billedhugger Byström, som han samtidig anbefaler. Han udbeder sig nyt fra Rom og ønsker, at Thorvaldsen vil sende de ting, herunder nogle marmorbuster, som han opbevarer for Ekman. Endelig sender han mange hilsener og beder til sidst Thorvaldsen indkøbe og sende et halssmykke med en rejsende.

Se original

Gothenburg d. 12te Maji 1810.

Lieber Freund! Endlich, nach fast beständig fortdaurenden Hindernissen unsers Briefwechsels durch politische und kriegerische Verhältnisse, bietet sich mir eine Gelegenheit dar Ihnen einen Brief sicher in die Hände zu bringen und mein Andenken bey Ihnen zu erneuern. Es ist Herr Byström, Eleve der Stockholmer Bildhauer Academie, der mir diese Gefälligkeit erzeigt und den ich, auf sein Verlangen, Ihrer Gewogenheit und Ihrem lehrreichen Umgange bestens empfehle, damit er den Zweck seines Aufenthalts in Rom, seine weitere künstlerische Ausbildung, um soviel sicherer erreichen möge. – Die wenigen Nachrichten die ich nach meiner Abreise von Rom ausser durch ein paar Briefe von Ihnen, von dort gehabt habe, sind mir durch die Hamburger Zeitung zugekommen: Sie können sich also vorstellen wie sehr ich mich nach einem ausführlicherem Bericht über das Leben und Treiben meiner Römischen Freunde sehnen muss. Aus der Zeitung weiss ich, dass Fernow schon längst nach Weimar zurückgekehrt ist, und dass Zoega einen Ruf als Professor nach Kiel nicht angenommen hat: auch habe ich mit inniger Freude erfahren dass Ihre künstlerischen Schöpfungen die Aufmerksamkeit erregt und die Auszeichnung gefunden haben, worauf sie längst gerechten Anspruch machten. Lassen Sie mich nun bald weiter wissen wie es Ihnen und unsern gemeinschaftlichen Freunden in der alten Roma ergeht und ergangen ist. Welche Künstler haben sich seit meiner Anwesenheit daselbst besonders ausgezeichnet und welche Kunstwerke von Werth sind daselbst oder daherum entweder als würdige Denkmale der alten Kunst wieder aus Licht gebracht worden oder dem neueren Kunstgenie entsprungen? Was haben Sie selbst für Arbeiten geliefert? Reinhart, Gmelin, Koch, Kaufman, Keller, was machen Sie? und wie leben Sie? – Ich bin, seitdem ich Sie zuletzt sah, in England und Frankreich gewesen und im Juni 1803 in meine Geburtsstadt wieder zurückgekommen, wo ich nun binnen einen Monat mich mit einer lieben Frau häuslich niederzulassen denke. In Paris hielt ich mich über 1½ Jahr auf, und kann Ihnen, mit voller Überzeugung dass es Sie nicht gereuen wird, rathen, wenn Sie einmahl in Ihr Vaterland zurückkehren, den Weg durch diesen Sammelplatz alles Schönen und Grossen sowie auch im Gegentheil alles Verworfenen und aller Thorheiten zu nehmen. – Meine in Rom hinterlassenen Sachen, die Sie gütigst beherbergen, haben Sie immer noch nicht los werden können, weil sie wegen der Kapereyen zur See, wahrscheinl. den Ort Ihrer Bestimmung nicht erreicht haben würden. Jetzt da Schweden mit England Frankreich und Dänemark wieder in Frieden ist könte vielleicht diese Spedition glücklicher vor sich gehen, und ich ersuche Sie daher die Kiste nach Livorno an Hn Giov. Grabien Schwed. Consul mit erster Gelegenheit zu schicken. Ich freue mich ausserordentl. auf den Empfang der Hugea und die beyden Marmorbüsten die denen der Stempel der Vollendung von Ihrer Hand aufgedrückt worden. Ihre Kosten bey der Sendung werde ich Ihnen durch Herrn Grabien erstatten. – Nun, lieber Freund, leben Sie wohl! grüssen Sie Zoega und, wer sich sonst meiner mit Freundschaft erinnert und seyn Sie versichert dass ich nie aufhören werde zu seyn Ihr

ergebener Freund und Diener

J.J. Ekman.

Noch eins! Haben Sie die Güte für mich eine Garaitur von als Caméen geschnittenen Muscheln zu einem Halsbande auszusuchen oder bey einem geschickten Arbeiter zu bestellen, und mit einem sicheren Reisenden hieherzusenden.

Arkivplacering
m2 1810, nr. 15
Thiele
Omtalt hos Thiele II, p.162.
Andre referencer

  • Else Kai Sass: Thorvaldsens Portrætbuster, vol. I, København 1963, p. 72-73, der citerer dele af brevet.

Emneord
Anbefaling eller introduktionsskrivelse, øvrige · Ekmans buste og forsvundne kasser
Personer
Johan Niklas Byström · Carl Ludwig Fernow · Wilhelm Friedrich Gmelin · Joachim Grabien · Peter Kauffmann · Heinrich Keller · Joseph Anton Koch · Johann Christian Reinhart · Georg Zoëga
Sidst opdateret 14.10.2014 Print