Hochverehrtester Herr und Freund!
Allemal freut es mich herzlich, venn mir Reisende die aus Italien kommen, von Ihnen und Ihren Werken erzählen, und dießmal ergreife ich mit Vergnügen die Gelegenheit, die sich mir durch die Gräfinn Growenor darbietet, Sie freundlichst zu grüßen, und zugleich die Ueberbringerin Ihrer wohlwollenden Aufnahme bestens zu empfehlen.
Ist es mir auch wegen meines vorgerückten Alters nicht mehr vergönnt, noch einmal Rom, und denn auch Ihre unsterblichen Werke zu sehen, so freut es mich um so mehr, bald wenigstens eines Ihrer neuesten Werke, ich meine das Monument für unsere großen Landsmann Schiller, in meiner Vaterstadt zu begrüßen.
Gott erhalte Sie noch lange gesund und kräftig, damit Sie die Welt mit noch vielem Schönen beschenken können, dieß wünscht von Herzen
Ihr | |
Stuttgart | ergebenster |
d. 16 Febr. 1836. | Dannecker |