Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 4821 af 10246
Afsender Dato Modtager
Friedrich Thøming [+]

Afsendersted

Napoli & Capri

Afsenderinfo

Poststempel: [XX]GIUGN[O]

6.6.1829 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

Rom

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Udskrift: Le Chev: de A. Thorwalson / Conmandoeurs des differents / Ordres. / Chez Thorlonia etc / Roma

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Neapel Kapri den 6te Ju 1829

Hochge[eh]rtester Herr!

Ich bin so frei Ihnen etwaß über mein sein in Neapel mitzutheilen, wobei ich nicht unterlaßen kann zuerst die Aufrichtigen versichgerungen zu machen wie sehr ich mit Hochachtung und Dankbarkeit erföldt bin, für die große gütige Theilname, für mein Wohl, so wie Die große Nachsicht als Könstler und Protexsion, welche Sie mir in so reichen Masen gewerten.
Ich sah Neapel mit meiner I[n]tresanten Reisegeselschaft glöcklich nach 4 Tagen, wo ich Unter andere daß Glöck hatte 3 Linieschiffe zu Sehen. Daß bekannte schöner Englische, Die Asia, welche ich so ziemlich Studiert habe und einen Bildt schon angefangen habe, in lieblich warmer Abendtbeleuchtung daß Schif in Starker Verkorzung wo sich besonders der merkwördige und Schöne hintertheil Presentiert siedt man den Vesuf im hintergrunde mehre Italienische Barken Segeln daru[m] in fordergrunde ziehen fische[r] ihre Körbe u Netze auf.
zweitens, der Rewieger. 3 der Breschlauer. der König von Sardinien langte mit 3 Frigatte an und so hatte ich Schiffe aller Ardt zu Studiren welche mir fast den ersten Monadt in Neapel hilten. Vo[n] Hern Biaki habe ich eine ausgezeignete Aufnahme erhalten.

1. mittag beleuchtung 2. Abent 3 Klein Kapri


zeidt 10 Tage bin ich auf Kapri wo ich 2 Bilder in Arbeit habe welche schon ansthelich fondt würden. von dem ersteren habe ich aber eine flöchtige Zeichnung gemacht daß zweite dritte ist Alein wo wo man die Stadt siedt, die beiden Andern sind in der Größe wie Ihre Bilder, daß letztere hadt den hogst Liebligen Charakter einer Italjenischen Stadt. Ich glaude die Hofnung fügen zu können daß ich dießmahl auch in hinsicht deß fleißes ihre zufriedenheit haben werde Da ich ganz besonders in diesen Sommer zum Studiam aufgelecht binn. Und auch deshalb noch Streben muß, weil ich könftigen Sommer daß schöne Landt auf eine zeitlang zu verlaßen denke und den Wunsch meiner Muter u Geschwister so wie den meinigen nach zu geben, und eine korze Zeidt die Heimadt zu besuschen. Zu diesen Ende wönsche ich recht sehr bis zum Spethherbst hier bleiben zu können und alsdann Ihnen mit meinen Arbeiten in Rom zu über[l]assen. zum Herrbst macht die hiesige Academie eine Außtellung wo ich auch gerne zu bei tragen würde sonst würde ich meine Arbeiten so einrichten, daß ich Ihnen schon baldt ein Bildt schicken könte. Auch werde ich eine Ganz Eiggenthümliche Grotte mahlen wo alles von waßer aus, waß den Untere Rom einnimdt erleuchtet ist u die schönste farben ziedt.
Ich bin nuhn Genötigt Ihr gütiges Versprechen, mir nach einiger Zeidt etwas Geldt auf die bei mir bestelten Arbeiten zu kommen zu laßen, in Anspruch zu nähmen. Und rechne ganz auf Ihre Güte. Icg bin jetzt ganz ruhig zum Arbeiten Gestimdt, und Denke, waß ich freilich gestehn muß, daß ich mich in forigen Winter mererer überflüßiger Geld ausgaben zu scholdte kommen ließ, baldt wieder eingeholdt haben werde.
Grüßen Sie Herrn Chiaveré recht hertzlich und sagen Sie ihn Gütigst meine herzligste Dank für seine Gewogenheit, ferner von mir Arbeiten zu nähmen ich hoffe ihm auch mer zu befridigen indem er Sich nuhn ausutzen kan. Und besonders Dankbar würde ich mir Verpflichtet fulen wenn er wie Versprach mir etwaß geldt im Voraus zu kommen liese, wie der selelbe mir Kortz vor der Abreise versprochen hadt. Ihr beispiel liebster Herr wirdt ihm auch gewiß dazu besterken, und Sie werden sich gewiß nicht betragen fülen. Mit den Größten best[r]eben Stetz Sich Ihrer Gonst wördiger zu werden

verbleib ich Diner
FCP Thöming
Maler aus Daenemarck

Hier B. v. Vogt hadt es übernommen meine Leracre zu besorg[en] meine adreße ist du[r]ch ihm. er wondt St. Josepe de Enudi
einen Gruß an meinen freunden den Brief aus Möngen habe ich durch Leracre richtig erhalten bitte ihn zu danken Ich wone auf Kapri bei den Maler Josepe Pagano und denke nach eine Monadt füre erste zu bleiben u dan nach Sorendt u Amalfi zu gehen.

Arkivplacering
m14 1829, nr. 79
Personer
Luigi Chiaveri
Værker
Sidst opdateret 10.05.2011 Print