The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 4468 of 10246
Sender Date Recipient
Heinrich Vitzthum von Eckstädt [+]

Sender’s Location

Dresden

30.3.1828 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Recipient’s Location

Rom

Abstract

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See Original

Hochwohlgebohrner Herrn!
Hochgeehrtester Herr Staats-Rath!

Sr Majestät der König, mein allergnädigster Herr, außerordentlich zufrieden gestellt durch die von dem Bildhauer Herrmann, bey Ausarbeitung den ihm aufgetragenen Modelle zu verschiedenen Büsten aus der königlichen Familie, der gelegten Geschicklichkeit; auch von den Aufträgen benachrichtiget, welche dem Bildhauer Pettrich, im ehrenvollen Anerkenntniß seines Talents und erlangten Kunstfertigkeit, von Seiten Sr Majestät des Königs von Bayern zu theil geworden sind; haben Sich bewogen gefunden, Ewr Hochwohlgebohren im Betracht der großen Verdienste, welche Sie um die Ausbildung jenen, Ihrem Unterricht in der Bildhauerkunst anvertrauten jungen sächsischen Künstler erwerben haben, seines Comthur Kreuz AllerhöchstIhre [das] Civil-Verdienst-Ordens zu verleihen.

Der dirigierende Profeßor der Königl. Akademie alhier, Herr Hartmann, welcher im Begriff steht im Gefolge Sr Königl. Hoheit des Prinzen Friedrich August, Herzogs zu Sachsen, eine Reise nach Italien anzutreten, ist von mir beauftragt, Ihnen dieses Ehrenzeichen nebst dem von Sr Königl Majestät Allerhöchst-Selbst vollzogenen Ordens Decrete und Statuten, und zuhändigen, und zugleich der Ueberreichung des gegenwärtigen Schreibens, Ihnen die Versicherung auch meinen eigenen dankbarsten Verpflichtung zu erneuern.

Der Bildhauer, Hermann, wird vielleicht noch früher, als der Profeßor Hartmann, in Rom wieder eintreffen, um unter Ewr Hochwohlgebohren schon vorhin so freundlich jedem kommende zuge-[gestellt] sich unter einsichtsvollen Leitung, die ihm aufgetragenen Ausführungen in Marmor zu beginnen. Dieses sollen, nach der ausdrüklichen Willens-Meynung Sr Majestät, sich von den Hand auf die zwey Büsten des verstorbenen und des jetz regierende Königs beschräncken, und zwar in natürlicher, oder Lebens-Größe. In Rücksicht auf die Aehnlichkeit von Modelle bleibt wenig oder gar nichts zu wünschen übrig: nun habe ich Herrmann darauf aufmercksam gemacht, daß in beyden der Ausdruck von trüben Ernst einzuheimschen Scheine, welcher beyden Urbildern, wenigstens in diesen Maaße nicht eigenthümlich ist und war: der Künstler meint, daß werde bey der zarteren Ausführung in Marmor von selbst werschwinden.

Das Costume anlangend, so ist man hier durchgehendes darüber einverstanden, daß die moderne Tracht ganz vermieden bleiben solle; ob die von Herrmann gewählte Anordnung der Gewänder eine Abänderung brauche ? darüber wird er Ihren Kunst- und SchönheitdaSein besonders in Anspruch zu nehmen haben.

Genehmigen Ewr Hochwohlgebohren schließlich der Ausdruck derjenigen unbegränsten Hochachtung und Ergebenheit, mit welcher ich die Ehre habe zu seyn,

Ewr Hochwohlgebohren,

Dresden ganz gehorsamster Diener
am 30ten. Maerz 1828. Heinrich Graf Vitzthum Eckstädt
General Comment

Med brevet fulgte det officielle udnævnelsesbrev fra Anton 1. af 26.3.1828.

Archival Reference
m13 1828, nr. 35
Last updated 07.01.2013 Print