The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 9850 of 10246
Sender Date Recipient
Johan Bravo [+]

Sender’s Location

Rom

4.3.1845 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet.

Eksekutorerne for Thorvaldsens bo [+]

Recipient’s Location

København

Information on recipient

Ingen udskrift.

Abstract

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

See Original
Hoch und werthgeschätzter
Herr Conferenzrath
Collin,
 


Mit dem aufrichtigsten Dank schließe ich mich dem vorstehenden Schreiben meines Freundes Ricci’s an und sehe es als einen neuen Beweiß Ihres Wohlwollen für mich an, daß Sie, der so mit Geschäften überhäuft sind ohne Zeitvorlust, mir die Anzeige von der Gnade Sr. Maj. durch Ihren verehrten Brief vom 4 v. M. machten. Ich hoffe daß ich auch ferner Ihrer mächtigen Protection mich erfreuen werde, versichere dagegen daß ich von meiner Seite alles anwende, mich dem Vaterlande nützlich erzeigen zu können.

Ihre werthen Zuschriften, vom 28 December und 7 Januar habe ich seiner Zeit richtig erhalten. Erste, daß die 50 Wechsel in Ihren Besitzt gekommen; zweite wegen der Frau v. Paulsen, welche den Wechsel von 500 Scudi richtig erhalten hatte. Aus Adv. Ricci und meinen Bericht an die Hr. Executoren werden Sie ersehen, daß die hiesigen Affairen sich ihrem Ende nahen. Die Sachen welche der Formatore noch im Besitz hatte, so wie einige Gipssachen, die ich in den verschiedenen Localen fand, habe ich eingepackt um die Gelegenheit, welche sich von Livorno darbietet zu benutzen.

Die Frau v. Paulsen befindet sich jetzt recht wohl, aber ihre Klagen nehmen kein Ende, sie verlangt noch immer den kleinen Alexanderzug. Was ich geglaubt thun zu dürfen ist geschehen, Ricci und ich haben ihr, außer den früher erhaltenen Sachen, Abgüsse von den Basreliefs aus Christi Leben, die vier Jahrzeiten, die vier Elemente, Nacht und Tag, so wie einige Kleinigkeiten, machen lassen, aber nun geschieht auch nichts mehr und wir wollen keine Verantwortlichkeit auf uns laden. Ich habe sie in den letzten Tagen nicht besucht, doch höre ich sie hat endlich geschrieben, warum ich sie schon seit Monaten gebeten. Sie hat mir auch gesagt, sie wünsche ich solle an Kolb Stelle eintreten, ihre hiesigen Angelegenheiten zu ordnen, sie wollte Ihnen deshalb auch schreiben; Kolb sagt mir schon von zwei Monaten, daß er Ihnen deshalb geschrieben, sein Zurücktreten in dieser Sache ist mir nicht klar. Ich habe gleich mit Ricci gesprochen, der mir seine Hülfe und seinen Rath zugesagt, nur selber will er nicht figuriren. Ich will so unangenehm dies Geschäft auch seyn mag, dennoch Alles übernehmen um Ihnen so wie der Wittwe nützlich zu seyn. Mit Buti gebraucht es Vorsicht, aber Ricci ist was Wissenschaftlichkeit, Kenntniß der Gesetze und Erfahrung angeht in aller Hinsicht ihm überlegen.

Wenn es möglich ist die Affaire von Torlonia bald in Ordnung zu bringen so wäre es mir sehr angenehm. Ein einfaches Schreiben mit Ihrer Unterschrift ist hiereichend, daß ich die 2000 Scudi, welche dort stehen heben kann. Bei ganz flüchtiger Uebersicht meiner Rechnung sehe ich daß ich über 1000 Scudi in Vorschuß bin und täglich neue Ausgaben zu machen habe. Sie werden einsehen diese Summe ist für mich, [zumal] für mich, keine Kleinigkeit. Es kommen freilich von dem Kronprinzen von Bairen noch die 1000 Scudi für die Benutzung der Statue des Conraden ein, welche Professor Wagner angekündigt aber noch nicht gezahlt hat. Ich wünsche, wenn diese Summe oder jene von Torlonia flüssig wird, den Hrn. Executoren meine Rechnung eine zuschicken, wo ich dann ihre Order erwarte um das übrige Geld einzuschicken.

Ueber Koop sein Bild ist wohl noch keine Resolution erfolgt, auch diese Angelegenheit wünsche ich loß zu seyn um von meiner Seite gegen seinen Wirth nicht länger in Verantwortung zu stehen.

Einliegendes Schreiben an Sr Maj. empfehle ich Ihrer Obhut, damit er an seine hohe Bestimmung gelange. Er enthalt außer meinen allerunterthanigsten Dank, Ankündigung von übersendeten Werken, auch einen Bericht über die dänischen Künstler.

Schließlich Ihnen nochmals meinem vorbindlichsten Dank gehorsamst darzubringen verharre ich mit wahrer Hochachtung

Rom 4 März
1845.
Eurer Hochwohlgeboren
ganz ergebenster Diener
J. Bravo
Einlage an Hr. Justizrath
Thiele bitte ich [xxxx] ihm
zuzusenden
 
General Comment

Brevet her er skrevet på samme ark, som Filippo Riccis brev af 27.2.1845.

Archival Reference
Thorvaldsens Museums Oprettelse, 235a, 2
Last updated 07.01.2013 Print