Efter 1.1.1818

Afsender

Lauritz Kruse

Afsendersted

København

Modtager

Omnes

Modtagersted

Slesvig, Holsten og Lauenborg

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af Kruses brev af 1.1.1818 til Thorvaldsen, hvori han skriver, at den tyske subskriptionsindbydelse “er under Trykken”.

Resumé

En subskriptionsindbydelse på tysk hvormed Kruse opfordrer sine dansk-tyske landsmænd i Slesvig, Holsten og Lauenborg til at bidrage til indkøb af Thorvaldsens Alexanderfrise, jf. A503, og to karyatider, jf. A55 og A56, i marmor til Frederik 6.s Tronsal på Christiansborg Slot.

Dokument

Einladung.

Der Kunstwerth des dänischen Bildhauers Thorvaldsen ist so allgemein erkannt und geschätzt, dasz hier in unsrem Norden ein jeder Mann von Bildung wenigstens diesen Nahmen kennen, und sich des Ruhmes erfreuen musz, welcher dem nordischcn Künstler zu Theil geworden ist. Jedoch, indem Italien, Deutschland und Engelland wett- eifern, sich seine Arbeiten zu verschaffen, besitzt Dänemark sehr wenige davonI, und die Residentzstadt des Reichs keine einzige, die von dem Geburtsort des Künstlers zeugen, und seiner Nation sein ausgezeichnetes Talent anschaulich machen kann.
Das Werk, worinn am deutlichsten der reiche schaffende Genius des Künstlers, sein tiefes Studium, und seine Verwandtschaft mit den AntikenII ausgedruckt ist, und welches ihn zugleich an die Spitze der neueren Kunst hingestellt hat, ist sein berühmter Fregio di Monte Cavallo;III Alexanders Triumfzug nach BabylonIV in einem Friese von ungefehr 1¼ Ellen in der Höhe und beynahe hundert Ellen in der Länge*)V, mit mehr als hundert Figuren, darstellend; schon den Kunstliebhabern in UmriszenVI von Ferdinando MoriVII bekannt, wird dieses Werk gestochen recht bald in Kupfer nach vollständigeren Zeichnungen in Frankfurt am Mayn erscheinen; der Fries selbst ist, wiewohl in dem vorher napoleonischen jetzt päbstlichen Saale auf Qvirinale aufgestellt, doch nur im GipsVIII vorhanden; und der liebste Wunsch des Künstlers, so wie der seiner Freunde, geht dahin, dies Werk im Marmor ausgeführt zu sehen, und in diesem dauerhaften Steine sich der Welt mit all der Vollendung, welche die Skizze verspricht, darstellen zu können; auch ist schon bey mehreren Gelegenheiten die Rede davon gewesen, dasz dies herrliche Kunstwerk wohl einmal nach England bestelltIX werden dürfte, wo es wohl geschätzt seyn würde, zugleich aber, nach den bekannten Sitten dieses Landes, sowohl für Künstler als Dilettanten verloren ginge; daher die blosze Vermuthung solcher Bestellung ihrc Furcht erregt hat.

Indem diese Furcht auch mich beschäftigte, fiel mir eine Idee bey, welche ich wage meinen Mitunterthanen des dänischen Scepters mitzutheilen, in der Hoffnung, dass sie dieser ihren Beyfall nicht versagen werden, um so mehr als dadurch ein dreyfacher schöner und guter Zweck erreicht werden kann. Das abgebrannte Schloss ChristiansburgX nähert sich unter den Händen eines geschätzten und berühmten KünstlersXI bald der Vollendung. Die Königsburg, die sich schon aus ihren Ruinen wieder erhebt, und dazu bestimmt ist, die höchsten Gegenstände der Liebe und der frommen Wünsche eines ganzen Königsreichs zu umfaszen, kann gewisz nicht würdiger geschmückt werden, als durch deszen Hand, der nicht allein als einer der ersten Künstler des Jahrhunderts erkannt, sondern auch darauf stolz ist, ein Unterthan unsers verehrten Königs zu seyn, und der selbst das Auge der Künstler auf Norden gezogen hat; auch würde der obengenannte Fries mit zwei herrlichen schon längst modellirten CaryatidenXII, die einen Baldachin tragen können, sich als ein höchst schicklicher Zierat für einen ThronsahlXIII zeigen *)XIV. Der Künstler, dem ich diese Idee mitgetheilt habe, und den es eine doppelte Freude macht, nicht allein sein berühmtestes Werk in seinem Vaterlande, sondern dieses sogar in dem Schlosze des geliebten KönigsXV aufgestellt zu sehen, deszen frühere UnterstützungXVI ihm Anlasz gab ein so geachteter Bürger in dem eigentlichen Vaterlande der KünsteXVII zu werden, will um auch selbst zur Erreichung dieses Zwecks beytragen zu können, auf den ganzen Lohn, den er sich als Künstler berechnen konnte, verzichten, und indem er nur die Zeit, den Marmor, und dessen Ausarbeitung in Anschlag bringt, erbietet er sich in obengenanntem Falle den ganzen Fries nebst den beyden Caryatiden für die Summa von 15000 Skudi, zu liefern; eine in deren Auge, die den Werth und die Kostbarkeit solcher Arbeiten kennen, sehr geringe Summa, die beynahe nur einen Fünftheil von dem ausmacht, was ein anderer ebenso berühmter Künstler fordern würde.

Daher lade ich alle meine Mitunterthanen unsers verehrten Königs ein, so wie ich es schon in seinen dänischen Provinzen gethan habe, so auch jetzt in seinen deutschen;XVIII ich lade alle ein, die Liebe für die schönen Künste, und Vermögen solche zu fordern besitzen, nach eigenem Triebe zu dem schönen Zweck beyzutragen: dem SaaleXIX in der Burg unsers Königs, der am deutlichsten seine eigne Würde, so wie die der Nation aussprechen soll, einen seltenen, reichen und mit der Natur der Sache übereinsstimmenden Schmuck zu geben; einen Schmuck gleich ehrenvoll für den König, den Künstler und die Unterthanen, wodurch diese sowohl ihre Liebe für die Ehre des Staats als ihre Ergebenheit gegen den König, und Interesse für den ausgezeichneten Künstler an den Tag legen. Die Liebe und Ergebenheit, womit unsere biedern deutschen Brüder unserem geliebten Könige bey seinem neulichen Besuche entgegen gekommen sind, läszt mich hoffen, dasz diese mit ihren dänischen Mitunterthanen wetteifern werden, der schönen Anerkennung seines väterlichen Gemüths ein dauerhaftes Denkmal zu stiften, in welchem beides: ihre kindlichen Gefühle und ihr Kunstsinn, durch den Meisel des berühmtesten Künstlers unsers Norden, sich verewigen werden.

Es wird jedem gänzlich überlaszen, den Belauf seines Beytrags zu bestimmen, so wie auch die Termine, in welchen es ihm beliebt solchen zu bezahlen. Für den Augenblick wird nur eine Subskription eröffnet, wodurch die nöthige Summa gesichert werden kann. Fördert nun das Glück, Liebe für die Kunst und das Königshaus, nebst einer wirksamen Anerkennung von dem Werthe des Künstlers, diese Einladung so reichlich, dasz man zur Ausführung dieses Unternehmens schreiten kann, werden die zurückgeschickten Listen seiner Majestät mit der Bitte vorgelegt, eine Commission zu ernennen um, der Bestimmung nach, die Beyträge einzusammeln, wovon, nach allgemeiner Sitte, die HälfteXX sogleich dem Künstler zugestellt, und die andere bis zur Vollendung des Werks aufbewahrt wird. Möge nun das Streben dem Königshause nützlich und angenehm zu seyn, Liebe für die Kunst und Anerkennung des Künstlers diesen wohlgemeinten Plan in Erfüllung bringen.

Generel kommentar

Dette er en subskriptionsindbydelse til fordel for Thorvaldsens frise Alexander den Stores indtog i Babylon, jf. A503, og de to karyatider, jf. A55-A56. Subskriptionen, der også findes på dansk, henvender sig til de tysksprogede dele af det danske rige, dvs. hertugdømmerne Slesvig, Holsten og Lauenborg.
 
Teksten er trykt efter Barfod, 1844, op. cit., der i sin kommentar til teksten skrev:
 

Skjønt Kruse ikke havde fundet det upassende, ogsaa at anmode sine tyske “Medundersaatter” om at bidrage til, at en dansk Konstner kunde smykke den danske Kongeborg med sit genialeste Storværk, — kom hans Forslag dog ikke til Udførelse. Hvad en enkelt italiensk Privatmand, den konstelskende Grev Sommariva, kunde gjøre paa sin egen Haand, bestille et Marmorexemplar udført til sin Villa ved Comersøen, kunde det hele danske Folk ikke mægte. Dertil var der ikke Konstsands nok i Danmark. Men de holsten-lauenborgske Hjælpetropper vare naturligvis ikke saa dumme at gribe Sagen an med altfor megen Iver. Til Lykke troede den danske Regjering dog endnu samme Sommer at kunne undvære de fornødne Penge, og bestilte derfor selv Alexanderstoget udført i Marmor imod en Godtgjørelse af den Sum, Thorvaldsen havde bragt i Forslag, nemlig 16000 Specier *).

Thiele

Den danske indbydelse er omtalt og delvist gengivet hos Thiele II, p. 359-360.

Andre referencer

Emneord

Personer

Værker

A56 Karyatide, 1813, inv.nr. A56
A55 Karyatide, 1813, inv.nr. A55
A505 Alexander den Stores indtog i Babylon, 1818-1827, inv.nr. A505

Kommentarer

  1. I 1818 havde man i Danmark endnu kun set:

  2. At studere, tilegne sig og efterligne den antikke kunst var nyklassicismens fremmeste doktrin og er formuleret af den tyske kunsthistoriker og arkæolog Johann Joachim Winckelmann.

  3. Alexander den Stores indtog i Babylon (Alexanderfrisen), 1812, originalmodel, Palazzo del Quirinale, Rom, jf. A503, jf. dokumenter vedrørende emnet Alexanderfrisen, Palazzo del Quirinale, Rom.

    Quirinale-paladset ligger på den af Roms syv høje, der tidligere var kendt under navnet “Monte Cavallo”.

  4. Alexanderfrisen forestiller den unge græske konge af Makedonien, Alexander 3. den Store (356-323 f.Kr.), da han uden sværdslag bemægtiger sig oldtidsbyen Babylon (i det nuværende Irak) i år 331 f.Kr. Alexander og hans hær bliver modtaget af fredelige babylonere, der kommer med gaver til sejrherren.

  5. Barfods note i teksten: “Den er fulde 1¾ Alen høj, men kun 29 Alen lang (Thiele)”.

  6. Jf. Riepenhausen og Mori: Le statue e li bassirilievi inventati e scolpiti in marmo dal cavaliere Alberto Thorwaldsen scultore danese incisi e pubblicati da Ferdinando Mori, tomo I, Rom 1811 [udgivet efter 1817].
    Bogen findes i Thorvaldsens bogsamling, M1.

  7. Den italienske kobberstikker og tegner Ferdinando Mori.

  8. Thorvaldsen modellerede og færdiggjorde Alexanderfrisen til Palazzo del Quirinale på blot tre måneder, og resultatet var, at selve originalmodellen i gips blev opsat i paladset. Heldigvis nåede Peder Malling at tage et aftryk af frisen i ler. Denne lerform blev brugt til at danne en gipskopi, der dannede forlæg for alle senere udgaver af Alexanderfrisen, jf. Thiele II, p. 206-207.

  9. Der var planer om, at Thorvaldsen skulle udføre Alexanderfrisen i marmor til hertugen af Wellington, Arthur Wellesleys (1769-1852) ejendom i London, jf. Thiele II, p. 297. Dette blev dog ikke til noget.

  10. Dvs. Christiansborg Slot, København, der var under opførelse ved arkitekt C.F. Hansen.

  11. Den danske arkitekt C.F. Hansen.

  12. Karyatider, jf. A55 og A56, som Thorvaldsen havde udført i 1813 til et aldrig realiseret monument i Warszawa over Napoleon 1.s forbund med Polen.

  13. Se også dokumenter vedrørende emnet Christiansborg Slot, Tronsalen.

  14. Barfods note i teksten: “Ogsaa disse Karyatider kjøbte den danske Regering 1818, og de “ere nu henstillede ved Danmarks Trone paa Kristiansborg.” De vare oprindelig bestilte af det polske Folk til at bære den Ertstavle, hvori Napoleons halve Løfte om Polens Gjenoprettelse skulde indgraves; de ere altsaa et “Monument for dets svigtede Haab” (Thiele)”.

  15. Den danske kong Frederik 6.

  16. Jf. Thorvaldsen-kronologien 6.3.1804.

  17. Dvs. Italien.

  18. Dvs. hertugdømmerne Slesvig, Holsten og Lauenborg, der i perioden 1815-1864 hørte til Helstaten Danmark, dvs. at de tilhørte den danske konge.

  19. Altså Tronsalen på Christiansborg Slot, hvor de to karyatider kom til at flankere tronstolen. Alexanderfrisen derimod blev opsat i det såkaldte “Mellemværelse”, der ledte ind til Riddersalen, jf. dokumenter vedrørende emnet Christiansborg Slot, Mellemværelset (Thorvaldsens Gemak).

  20. Se også dokumenter vedrørende emnet Thorvaldsens værker, betaling i rater.

Sidst opdateret 03.01.2017