Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 1095 af 10186
Afsender Dato Modtager
Friedrich Gottlieb Welcker [+]

Afsendersted

Giessen

24.12.1811 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

Rom

Modtagerinfo

Ingen udskrift.

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Giessen d 24te Dec. 11.

Mein bester Thorwaldsen!

Es [ist] mir sehr leid, Ihnen die Nachricht geben zu müssen, daß sich der Verlag Ihres Werke in Umrisse bei einem hiesige Buchhändler zerschlagen hat. Ehe ich Ihren Preis wußte, sagte er mir, daß er gern 1000 f in das Unternehmen stecken würde – u[n]d izt wagt er auch weniger nicht dar an. Es läßt sich nicht bestreiten, wie sehr der Buchhandel in Deutschl[an]d immer mehr herabkommt u[n]d wie besonders darunter alle Werke, die nicht einem unmittelbaren Bedürfnis dienen, leiden müssen. Was aber [den] meinen Buchhändler auf einmal so sehr umgestimmt hat, ist die literaische Sperre, die Frankreich, und das nördliche Deutschland seit kurzem [zu] verschließt, u[n]d sich auch in Baiern hinzustellen droht. Ich habe mich darauf an 2 andre seiner Consorten gewandt – habe aber nichts ausreicht können, wobei natürlich auch das ein großes Hindernis war, daß ich Sie nicht selbst sprechen konnte. Ich will indessen mit größte Vergnüg meine Bemühung fortsezen, in dieser Art, oder wenn Sie wollen – auch im andere Wege, der mir ohne diese Schwierigkeit zu seyn scheint. Eine hinlängliche Anzahl von Subskribente nehmlich würde sich finden, wenn sie dieß wollte, um die Kosten zu druken. Sie müßte nur in Berlin, Wien, Dresden Götting[en] und in einige andere Städte, einen Bekannten anspreche, sie einzusammeln, da die Buchhändler nie etwas dafür thun. In unsrer Gegend – in Heidelberg – u an einige andere Orten – verspreche ich, da der Preis nicht sehr hoch werd[en] kann – 30-40 Interessente zu finden. Neulich habe ich einen große Aufsaz v. Mde Brun über Ihr Leben u Ihre Werke ins Morgenblatt geschickt, der aufgenom[men] werden wird.
Mein bester Thorvaldsen – ich drücke Ihne[n] die Hand – die Biedre und kunstbegabte – möchte ich es bald in der Wirklichkeit können! Leben Sie wohl und vergessen Sie – bis dahin, daß dieser mein steter Wunsch ausgeführt werden kann, nicht mich u[n]d meine hochacthungsvolle Freundschaft zu Ihnen.

F.G. Welcker


[hertil tilskrift af Christian Daniel Rauch skrevet rundt i brevets margin:]

Mein bester Freund: Auf halbem Wege sind wir schon und hoffe ich am Ende d.M. in Rom zu seyn. Gestern war ich beim Kronprinzen der Ihnen von ganzen Herzen wohl will, und Ihnen viel schönes und gutes sagen läßt, und bedauerte recht sehr, daß Sie nicht auch hier waren.

Der Hoheit haben mir 4 Busten bestellt, zwei für dieses u[n]d 2 fürs andre Jahr u er war ungemein gnädig und liebevoll und sprach viel von Ihnen u Wagner dem er auch grüßt. Ebenfalls aus Wien tausend herzliche Grüße und bringe auch eine Andenken für Sie mit, heute ists schon eine Jahr daß ich Rom verließ, wäre ich doch erst bei Ihnen. ich freue mich wie ein Kind darauf wie ein Kind. München 2 febr. 12. Rauch

tausend Grüße an Sigra Anna Maria und Giansonti
wie ans ganze Hauß

Ich fand diese Inlage ob Sie hier in München [war]. Rauch.

Arkivplacering
m3 1811, nr. 40
Sidst opdateret 10.05.2011 Print