Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 7668 af 10185
Afsender Dato Modtager
Davida Ebert [+]

Afsendersted

København

Afsenderinfo

Rødt laksegl med aftryk af en krukke på et alter under en palme.

12.10.1838 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

København

Modtagerinfo

Udskrift: SrHochwohlgeboren / Dem Herrn Conferenzrath Thorwaldsen.

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Hochwohlgeborner Herr Conferenzrath.

Schon so mancher nothleidenden Familie haben Ew. Hochwohlgeboren nach Ihrer Zurückkunft ins Vaterland, hülfreiche Hand geliehen, und der Armen und Dürftigen Noth durch milde Gaben gelindert; so daß ich als eine arme Frau, die jetzt eine Reise nach Holstein unternehmen soll, es wagen darf Ew. Hochwohlgeboren um einer kleinen Unterstützung an zu flehen. – Meine Mann suchte als Maler uns hier zu ernähren, doch ist er nie so glücklich gewesen hinreichende Arbeit zu finden, wir mußten also zurück kommen, und um unser Leben zu fristen, das Wenige was wir noch besaßen auf dem Assistenthause versetzen. Mangel an Arbeit nöthigte ihm deshalb, diesen Frühjahr nach Holstein zu gehen und dort ein Unterkommen für uns zu suchen; freilich ist ihm auch dort kein gewünschtes Glück zu Theil geworden, doch lebt man dort billiger als hier und es wäre daher unßers wünschenswerth für mich die Reise dahin unternehmen zu können. Aus eigenen Mitteln wird es mir aber stets unmöglich bleiben diese Reise unternehmen zu können, denn meine besten Sachen stehen auf dem Assistenthause, und das noch übrige wird nicht einmal hinreichend seyn um meinem Wirthe die schuldige Hausmithe damit zu bezahlen. Traurig sind meine Aussichten wenn mir nicht durch wohlwollende Mitmenschen Unterstützung zu theil wird, denn von Allem entblößt ist es schrecklich mit 2 kleinen Kindern den Winter sich heran nahen zu sehen.
In der festen Ueberzeugung das Ew. Hochwohlgeboren das Drückende meiner Lage fühlen werden wage ich es um einer kleinen Unterstüzung flehend zu bitten. Um Ew. Hochwohlgeboren von der Mündigkeit u Dürftigkeit zu einer solchen Milden Gabe zu überzeugen wage ich auf beiliegendes Zeugniß meines Mannes aufmerksam zu machen, und werde Ew. Hochwohlgeboren noch hinlänglichere Beweise vorlegen können, wenn es mir nur vergönnt wird, selbst mit Ew. Hochwohlgeboren einen Augenblick sprechen zu dürfen.
Mit aller Hochachtung verharre ich als

Ew. Hochwohlgeboren

Kopenhagen d 12te
October 1838

Davida Ebert
Farvegaden No 135. 3 Sal.

Arkivplacering
m22 1838, nr. 73
Emneord
Velgørenhed fra Thorvaldsen udbedes
Sidst opdateret 10.05.2011 Print