Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 5401 af 10207
Afsender Dato Modtager
Franz von Elsholtz [+]

Afsendersted

Berlin

1831 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af den bog, hvorfra dette tekststykke stammer.

Omnes
Resumé

Kommentarerne til dette tekststykke er under udarbejdelse.

[...]

Da wir zu unsren näheren Bekannten in Rom, außer den bedeutendsten vaterländischen Künstlern, auch den edlen, unübertrefflichen Thorwaldsen zu zählen das Glück hatten, mit welchem der Gesetzte sogar unter einem Dach wohnte, und da der große Mann diesen sowohl, wie feinen Doppelgänger eines ganz besondern Antheils werth hielt, so konnte nicht fehlen, daß auch seine Werkstätten ein Ziel unsres eifrigen Begehrens und oft wiederholten Besuches wurden. Er selber führte mit der liebenswürdigsten Bereitwilligkeit uns jedesmal durch sein ganzes Reichs-Gebiet – wie man die weitläufigen, fast den ganzen Platz Barberini umschließenden Räume, die er und seine Schüler inne haben, wohl nennen mag – so daß wir, gleich vertraut mit ihm und seinen Schöpfungen, unsre Bewunderung des Künstlers durch die Bekanntschaft des Menschen – wie oft umgekehrt – mit jedem Tage gesteigert fühlten. O du hoher Mensch, der du nicht einmal weißt, welche Liebe du erregest, weil du lautes Lob zu gering achtest und stummes zu wenig durchschaust, weil dein Bewußtsein keine Augen und deine Größe kein Bewußtsein hat, weil dein kindlicher Sinn die Bewunderung nicht als verdienten Zoll, sondern als unerwartetes Geschenk hinnimmt, o steh hier, wenn jemals diese Blätter dich erreichen, ein kleines Zeichen jener Liebe, dem Gereizten von der Gewalt deines Genius abgedrungen und dir verschwiegen , um deiner Bescheidenheit auch den flüchtigsten Dank zu ersparen:

In der Werkstatt des Ritters Thorwaldsen.
Statuen, sagtet Ihr mir, Gestalten würd ich erblicken
Und nun find ich, erstaunt, Leben um mich und Geist.
Diese Bilder, sie schauen umher, sie denken, empfinden;
Nicht das Auge nur spricht, auch die Seele zugleich.
Und Du fürchtest den Zorn, du zweiter, größrer Prometheus,
Nicht Minervens, – durch Dich ihres Amtes beraubt?
Wird dem Sterblichen wohl die Göttin solches verzeihen?
Ja! denn hat sie sich doch selbst also hoch dich begabt!
Wie als Thors des waltenden Sohn, des mächtigen Hämmrers,
Du die Kraft empfingst, geb die Göttin den Geist.
Drum erschließet sich Dir Olympos Thor und Walhallas,
Lenkst du fragend den Blick zu den Schützern empor.
Frage, frage denn nur! es wird die göttliche Antwort,
Die unsterbliche, selbst zur Unsterblichkeit gehen.

[...]

Generel kommentar

Dette er en udklip af Elsholtz’ rejsebog, op. cit. Bogen findes i Thorvaldsens bogsamling, M643.
Digtet, der anføres til sidst, findes også i en tidligere håndskreven udgave i Arkivet.

Arkivplacering
M643
Andre referencer

  • F. v. Elsholz: Ansichten und Umrisse aus den Reise-Mappen zweier Freunde, Berlin & Stettin 1831, vol. 1, p. 251-253.

Emneord
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Sidst opdateret 31.05.2013 Print