The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 2151 of 10246
Sender Date Recipient
Ferdinand Pettrich [+]

Sender’s Location

Dresden

14.2.1819 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Recipient’s Location

Rom

Information on recipient

Ingen udskrift.

Abstract

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See Original

Wohlgebohrner Herr

herzlich geliebter Freund!

Mein Sohn der [ein herz]lich guder Moralischer Mensch ist, hatte das Glück mit unsern Königlich: Prinz Anton die Reise nach Florenz zu machen, Derselbe will zugleich in Rom bleiben glaubt weil [er] in sand stein arbeiten kan, daß die arbeit in [Ma]rm[or] auch so gudt gehet, worin er noch se[yn] weit zurük ist, [können Sie] l[iebe]r Alder Fr[eund] den guden Menschen in Ih[r]en S[tu]dio [an]nehmen, und ihn durch einem von Ihren Gehülfen der ein Guder Mensch ist, die ihm fehlende anweisung g[e]ben la[ßen], so werden Sie mir nicht all[ein] großen beweiß Ihre [mir] ge[e]hrte Freundschaft anzeigen, sondern sich auch G[ottes] lohn verdienen, Sie verspenden Ihren zeit ve[r]luste nicht an eine undankbare sonderen an eine Herzens Gudtdankente Familiga, ich kan dem armen Jungen nicht understüzen, wen Sie es könen durch den hern Director Grassy dahin bringen, wo Sie ein zeugniß denselben übermachen, worin Sie nach erbrobter gewißheit sagen, daß mein Sohn würkliches Talent zur Bildhauer Kunst hat, wo er sich durch mehrere Jahre in Rom ganz außbilden kan, damit herr von [Grassy] einem Bericht nach Dresden an den Herrn Minister Grafen von Einssiedl zustält, so glaube ich ganz gewiß daß mein Sohn zu seinem aufenthald in Rom von unsern Allergnädigsten König eine Penzion erhält, um sich da ganz ausbilden zu könen finden Sie vor nü[z]lichere daß mein Sohn mit der Penzion welche er durch Ihr und des herr Graßy versorgen hat, daß er ein Jahr in Florenz bej einen undergeordneten Bildhauer die practischen Käntniße in Marmor zu arbeiten sich erwürbt, so stehen Sie ihm auch in diesen Fall mit Ihren rathe bey, Lebenslang bin ich Sie vor diese gefäligkeit dankbarrer schuldner, und bin mit aller Hochachtung so au[c]h mi[t] der herzlichst[e]r Freundschaft Sie stätß liebende aufrichtige Freund
Dresden am 14 Febr: 1819

Franz Pettrich

Archival Reference
m6 1819, nr. 14
Last updated 10.05.2011 Print