The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 1263 of 10246
Sender Date Recipient
Susanne Elisabeth Bethmann-Hollweg [+]

Sender’s Location

Frankfurt

Information on sender

Brevet har været forseglet.
Poststemplet tre forskellige steder: “M4 AUGSBURG / 22 AUG 1813”, “3 SEPT [BRE]” samt “MILANO L.T.”.

16.8.1813 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Recipient’s Location

Rom

Information on recipient

Udskrift: Monsieur / Albert Thorwaldsen / Sculpteur celebré / Rome

Abstract

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

See Original

Frankfurt den 16 Aug: 1813.

Mein Sohn hat mir die Skizze der Basreliefs, zu dem Denkmal meines verstorbenen Sohns mitgebracht, und mir gesagt, daß Sie damit beschäftigt sind, die Basreliefs in der eigentlichen Grösse, in Thon zu modelliren.
Ihre Idee entspricht meinem Gefühl, der Sache.
Wenn, ohne daß die Gruppe dadurch an Schönheit verliert, der Genius des Todes, den Entschlafenden so ergreifen könnte, daß dadurch die Schnelligkeit bezeichnet würde, womit er mir entrissen wurde, so scheint es mir, würde das Ganze an Bedeutung gewinnen. Der Ort zur Aufstellung, ist noch nicht ganz bestimmt. Mein Sohn wünscht, daß es im Vaterland errichtet werde. In Hinsicht des Sarkophags, sind wir der Meinung, daß er nicht Basrelief, sondern vierseitig werden soll. Allein da die drei Basreliefs, sich auf einander beziehen, eine zusammenhängende bildliche Erzählung sind, so würde ich sie alle drei, wie in der Skizze, auf der Vorderseite anbringen lassen. Den Rük und Nebenseiten, kann man kleine Verzierungen geben, um sie nicht ganz leer zu lassen.
Da Marmorbrüche in unserer Nähe sind, so werde ich den Sarkophag, nach Ihrer Zeichnung, hier machen lassen.
Wenn die Basreliefs modellirt sind, so bitte ich Sie, mir in der eigentlichen Grösse, Umrisse davon zu schiken.
Daß ich wünsche, die Aufstellung dieses Denkmals, nicht zu weit hinaus gerükt zu sehen, bedarf wol nicht gar agt zu werden. Ich wünsche um jo mehr, daß die Vollendung sich nicht zu sehr verzögern, da durch den Schmerz über den Verlust meines Sohns, meine Gesundheit sehr gelitten hat, ich wenigstens um 10 Jahre älter geworden bin.
Ich habe die radirten Umrisse Ihrer Arbeiten, mit vielem Vergnügen gesehen.
Ihr Freund Schlosser, macht uns Hoffnung, Sie hier zu sehen. Da Sie Ihrer Gesundheit wegen, eine Luftveränderung wünschen, so erfüllen Sie wohl, die Hoffnung Ihrer hiesigen Freunde, einige Zeil im Vaterlande, in ihrem Kreisse zu leben. Es wird mich herzlich freuen, Sie bei diesem Anlaß persönlich kennen zu lernen.
Mein Sohn und Ritter, tragen mir auf, sie Ihrem Andenken zurükzurufen.
Empfangen Sie noch die Versicherung meiner vollkommenster Hochachtung.

S. Hollweg.

Archival Reference
m3 1813, nr. 18
Thiele
Delvist gengivet hos Thiele II, p. 236.
Last updated 10.05.2011 Print