Arkivet, Thorvaldsens Museum

Kommentar til 1824

[Forfatterens note i den trykte tekst:]
Den Mund nämlich! In den Venezianischen und Neapolitanischen Conservatorien werden unter der Menge der armen Kinder, die man dort zum Gesange ausbildet, nur die angenommen, deren Mund-Wölbung, d. h. Gaumen, Zähne und der Mund selbst, eine dem Auslassen der Töne günstige Gestalt, bilden, wenn auch die Stimme sonst gut ist. “Es giebt sonst zu viel Mühe, und wird doch nie vollkommen,” sagte mir einst ein berühmter Singmeister, der viele Jahre Vorsteher der berühmtesten Anstalt dieser Art in Venedig war. Beim Anfang des Unterrichts bezahlter Lektion, ist die erste Sorge die Mundstellung und Oeffnung zu bilden; die zweite die Oekonomie des Athems, und durch beide die höchst mögliche Schonung der Brust. Durch diese methodische Behandlung wird eine delikate, wann nur gesunde Brust wie jedes Organ durch Uebung gestärkt; zumal durch das in richtiger Progression fortschreitende Singen der Skala, und das darauf in genauen Intervallen berechnete Solfeggiren.

Anm. der Verf.

Sidst opdateret 30.05.2017