Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 7508 af 10219
Afsender Dato Modtager
August Gottlieb Eberhard [+]

Afsendersted

Rom

April-juni 1838 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår ikke af sangen, men af brev af 12.10.1840 fra Eberhard til Thorvaldsen, hvor han nævner sangen, og at han besøgte Thorvaldsen 24.6.1838, før han rejste fra Rom. Desuden nævner Friedrich Noack: Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters, Berlin & Leipzig 1927, p. 151, at Eberhard var i Rom fra 11.4.1838 til slutningen af juni samme år. Sangen er altså skrevet i det tidsrum.

Omnes [+]

Modtagersted

Rom

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Trinklied

für deutsche Künstler in Rom.

––––––––––

Was für stolze Berge hat
Rom, die alte Wunderstadt,
rühmend aufzuweisen!
Aber, lustge Freunde, wi[s]st,
einer doch vor allen ist
laut von uns zu preisen.

Kapitol und Vatikan
glänzen auf des Künstlers Bahn
wohl als höchste Sonnen;
doch die Sonnen blenden oft,
und die Frucht, auf die man hofft,
wird nicht stets gewonnen.

Auf dem stolzen Palatie
ist versunken in Ruin
goldner Vorzeit Schimmer!
„Alle Erden-Herrlichkeit
währt nur eine Kurze Zeit! „
predigt jede Trümmer.

Wohl das schönste Schlüsselloch
zeigt der Aventin, und doch
Kann man dort von Herzen –
sieht man auch Sanct Peters Dom
und ein groszes Stück von Rom –
trinken nicht und scherzen.

Auf dem Monte Pincio
wohnt der Künstler oft recht froh,
doch auch oft voll sorgen:
Heute glückt die Arbeit nicht,
morgen will ein Bösewicht
ihm nicht länger borgen!

Und wenn dort der Ewigkeit
Werk auf Werk ein Meister weiht,
fehlt es nicht an Frechen,
die, nicht achtend ewgen Ruhm,
gierig auf sein Eigenthum,
seine Thür’ erbrechen!

Drum – und wär’ er auch ein Zwerg –
lasset uns den Scherbenberg
laut vor allen preisen!
Denn von Weinkrug und Pokal
hat er Trümmern ohne Zahl
lustig aufzuweisen.

Ei, wie muss getrunken seyn,
eh’ man so viel Krüge Wein
nach und nach zertrunken!
Mancher Zecher, hochvergnügt,
ist dabei wohl, weinbesiegt,
unter’n Tisch gesunken!

Klüglich in die Scherbennacht
hat man dann, wie Schacht an Schacht,
Keller eingegraben!
In den Kellern Fass bei Fass,
und in jedem Fass etwas,
lustig uns zu laben!

Noah, der den Wein erfand,
hat geknüpft ein heitres Band
Zwischen Erd’ und Himmel
Wein erhebt, in Lust und Schmerz,
auch des Künstlers Geist und Herz
über’s Erdgetümmel. –

Mögt ihr Berge allesammt,
denen Roma’s Ruhm entstammt,
noch so hoch stolziren:
höher – wär’ er auch ein Zwerg –
steht uns doch der Scherbenberg,
wenn wir pokuliren.

A. G. Eberhard.

Generel kommentar

Iflg. Eberhards brev af 12.10.1840 forærede han sangteksten til billedhuggeren 24.6.1838 før sin afrejse fra Rom. Som tak forærede Thorvaldsen en signeret og dateret konturtegning af sin skulptur Hebe, jf. enten A875 eller A874, til Eberhard.

Arkivplacering
m33, nr. 47
Sidst opdateret 07.01.2013 Print