Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 165 af 9679
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Bei schalleres Abschiede.
Nach der Weise: Frisch auf Kameraden auf’s P[f]erd, aufs P[f]erd u.s.w.

Wohl perlt im Becher der goldene Wein,
Viele Herzen schlagen beisammen,
Doch der Jubel tanzt heute nicht herein,
Und im Auge schmelzen die Flammen:
Denn der lang’ mit uns Kampf u. Lust getheilt,
Der hochtheure Bruder von hinnen eilt.

Die [Frucht] und das Leben sind ihm erhellt,
Die täuschenden Bilder zerronnen,
Im Busen da hat sichs festgestellt,
Den Licht und Freiheit gewonnen,
Da liebt und treibt und schafft nur klar:
Was geblendet und was gebunden war.

Heil jedem der solch’ Ziel errang,
Dreifaches Heil dir vor Allen,
Den die Muse in Flammendster Glut umschlang
Ihre Gaben üppig umwallen,
Der mit hohen Werken am der Hand:
Hinschreiten kann zum Vaterland,

Zum Vaterlande, zum teutschen Land,
Dem so reichen an Pracht und an Ehren,
Wo uns Herzen, Fluren und Himmel verwandt,
Die Ahnen zum Heiligsten Kehren,
Zum Heldend[o]me zum Liebes fort,
Wo’s schafft und ringet fort und fort!

Empfange dort hohen Ehrenfeld,
Wie dir’s ziemt für dein Wirten und Streben,
Was auf Erden wandelt süß und hold,
Das soll dich stetig umschweben,
Der Beßten Liebe dich eng’ umstehn’,
Und dein Ruhm durch ferneste Zeiten gehn!

Doch [lanne] die Geister der Brust nur fest,
So nah’t dir kein Kummer und Leiden,
Denn wo ächte Kunst sich schauen läßt:
Ist ein Wohnsitz der Freiheit und Freuden,
Und hoch stehst du da als der Herr der Welt,
Ob die Zeit auch Geißel und Kette hält!

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m33, nr. 46
Sidst opdateret 10.05.2011 Print