Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 9853 af 10185
Afsender Dato Modtager
Johan Bravo [+]

Afsendersted

Rom

Afsenderinfo

Laksegl, knækket.
Poststempler: ROMA 21 LUG. 45 og HAMBURG 1 8 1845 Th & T

21.7.1845 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Just Mathias Thiele [+]

Modtagersted

København

Modtagerinfo

Udskrift: Danemark / Monsieur / Mons. le Professeur I.M. Thiele, / Secretaire de l’Academie Royale / des Beaux Arts, / Chevalier du Danbrog / & & & / à / Copenhague.

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Rom 21 Juli 1845

Lieber Thiele

Seit Deinem angenehmen Schreiben vom 21 April, habe ich nichts von Deiner Hand gesehen und die darin angekündigten 500 Scudi durch Geh. Etatsr. Adler sind bis zur Stunde auch nicht angewiesen. Ich habe sogar an Donner in Altona geschrieben, von dem ich bis auf 8000 Scudi hier beglaubigt war und da ich keinem Gebrauch daran machen konnte, so schrieb ich ihm dies zugleich fragend wegen den 500. Ich begreife die Sache nicht und da ich nun nicht länger warten kann, so gehe ich morgen mit Canina nach Neapel ab und hab einen Creditbrief von Torlonia genommen. Ich darf die Gelegenheit nicht unbenutzt vorübergehen lassen in Gesellschaft eines solchen Mannes zu gehen. Campana hat mir die besten Adressen und Empfehlungen gegeben und von dort schreibt man mir ich soll nicht länger warten, es sind keine Fremde dort und es sind viele Sachen gefunden. Also frisch daran, zumal ich wieder sehr viel zu thun gehabt und mich schachmatt fühle. In tanto ist die Inschrift der Prinzessin gemacht und nun wird an dem Gitterwerk gearbeitet, welches bis zu meiner Zurückkunft, Ende August, fertig wird. Wie ich Dir geschrieben habe ich Jerichau damals die Allerhöchste Resolution Sr Maj. mitgetheilt wornach er einen Abguß seiner Gruppe Hercules und Hebe, auf Königs Kosten einschicken darf. Da er nun kein Geld hatte den Abguß machen zu lassen so hab ich ihm auf des Allerhöchsten Rechnung 50 Scudi vorgestreckt. Bitte schreib mir darüber ob ich recht oder unrecht darin gehandelt. Von dem jungen Dalgas habe ich aus Livorno die Anzeige, NB Du von Helsingør eine Kiste mit Bücher & an meine Adresse abgesendest.

Hast Du nun die Sachen, welche mit dem Schiffe Dania von Livorno abgegangen sind empfangen? Es sind die Kisten N 8 u 9 wie ich Dir unterm 4 März schrieb. Wenn Du das Geld für die Bücher der Königl. Handbibliothek 69 Scud. 23 Baj. und dem Königl. Münzcabinet 54 Scudi 65. Baj – zusammen 123 Scud: 88 Baj nun nicht bereits belegt hast, so sey so gut und gebe sie dem Museum und ich kann sie von dem in Händen habende Gelde des Museums entnehmen.

Vor einem Jahr um diese Zeit, war noch trübe Aussichten für Fräulein Auguste, Gott sey Dank es ist glücklich vorüber gegangen. Wie geht es dieses Jahr und Deine Frau wie hat sie es? Ricci sind in Frascati neben Campana seine Ulla, von beiden soll ich grüßen.
Ich habe es anstehen lassen diesen Brief früher zu schreiben da ich das Vergnügen haben wollte, Dir die Anzeige zu machen daß Du zum Mitglied von S. Luca gemacht seyst und Canina sagte mir dies als ganz gewiß zu Freitag zu, doch Sonnabend den 19, schrieb er mir früh, er sey nicht in der Versammlung gewesen u wegen eine Fehler in der Formalität sey die Ernennung noch nicht erfolgt. Uebrigens bist Du vorgeschlagen und angenommen.
E. Meyer, ist in Aricia, so auch Gurlitt, Petersen hier hat eine große Arbeit für Deutschland zu machen nach deren Beendigung er auch nach Neapel will. Küchler arbeitet an einem kleinen Genrebilde u wartet auf Geld von dem Kunstverein. Laessoe u Jerichau sieht man selten. Kollberg, ist sehr fleißig und arbeitet an ein Basrelief Holm will nun seine Frau nachkommen lassen. Lundbye ist nun auch seit einigen Tagen hier.

Am 18. haben Ricci und ich an den Executoren geschrieben und gedankt. Ich thut [sic] dies hier noch besonders und sage Dir meinen herzlichsten Dank. Gebe keinen Gehör, als wenn ich nicht genug für alle meine Mühen bekommen hätte, ich bin vollkommen befriedigt, mehr kann ich nicht sagen.

Lebe wohl grüße Deine gute Frau und Schwägerin, welchen auch die Wirthsleute und Angela grüßen lassen. Kann ich Dir in Neapel etwas nützlich seyn, so schreibe dahin, meine Adresse ist. Sig. Giov. Fleischer, Console di S. M. il Re di Danimarca.

Wie geht es denn den guten Gamst, ich warte noch immer eine gute Zigarre zu rauchen, sag ihm er soll selber herkommen und sie mitbringen. An Dalgas habe ich ein Buch für unsern König mitgegeben. Wie gefällt Dir D. es ist ein anderer Mann, als seine Frau Schwester eine Frau ist. Wie ist die Sache mit ihr u dem Museum geworden. Kolberg erzählt mir, sie mache auf viele Sachen Ansprüche, woran früher kein Mensch gedacht. Warum schenkt Ihr ihr nicht das ganze Museum, ob sie dann wohl zufrieden ist?

Dein
Bravo

[I venstre margen på sidste side:]

Wie ich obiges geschrieben und nach dem Caffe ging fand ich ein Schreiben von Collin, vom 5 d. mit einer Ordre der Executoren vom 30 v. M. Ich muß die Sendung der Quitunge nun bis meiner Zurückkunft von Neapel lassen. Wegen der Portraitstatue von Thorv. und

[I venstre margen på næstsidste side:]
Beweise gegen die Stampe habe ich nichts in Händen, sonst werde ich alle Papiere senden. Thor. Testament konnen [sic] wir nur in Copie erhalten das Original muß hier bleiben. Sag dieses den Hr. Executoren

Arkivplacering
m31, nr. 55
Sidst opdateret 08.08.2012 Print