Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 9799 af 10185
Afsender Dato Modtager
Johan Bravo [+]

Afsendersted

Rom

Afsenderinfo

Laksegl. Poststempler med teksten ROMA 15 MAR og T T. HAMBURG 26. MÂRZ. 45

15.3.1845 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Just Mathias Thiele [+]

Modtagersted

København

Modtagerinfo

Udskrift: Sr Wohlgeboren / Herrn Justizrath Thiele / Ritter des Dannebrogsorden / und Dannebrogsmann / & & & / Kopenhagen / Foroven: Danimarca.

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Rom 15 März 1845

Lieber Thiele

Nun Du kannst nicht klagen, daß ich nicht fleißig genug schreibe, kaum ist der letzte Brief von 4 d. in Deine Hände, eccola, so ist der andere gleich wieder da. Du wirst mir es nicht übel nehmen, zumal heute nicht, da es una cosa di premura betrifft, Eile hat und ich noch eiliger schreiben muß.

Ein Brief von Collin, vom 22 v. M. mit mehreren Commissionen, welche ich aus gerichten und heute auch beantwortet habe, sagt unter andern auch daß man nun nach grade die Rechnung von Ricci so wie meine Foderung [sic] verlangt und daß ich ihm darüber ganz confidentionel schreiben möchte.

Ich habe mit Ricci deshalb breit und lang gesprochen, er will nicht gerne eine Rechnung aufsetzen, dann müßte er seit 1837 anfangen wie wir das Testament machten. Thor. hat immer versprochen ihm zu honnoriren, aber es ist dabei, wie mit so vielen andern Sachen, geblieben Für spätere Hilfsleistungen von 1837 bis zum Tode von Thor. ist ihm nicht geworden. Soll er daher eine Rechnung machen, so wird die ganz ansehnlich, daher sagt er, in Neapel zahlt man 4, in Toscana 3 von 100 und wenn er nun 1 von 100 verlangt, das macht das Capital & & hier zu 50.000 Scudi angeschlagen 500 Scudi. Für mich habe ich dieselbe Summe verlangt, doch dabei gefügt daß ich nicht vorschreiben will und mich ganz den Willen der Herren füge. Ich habe dieses Alles an Collin haarklein mitgetheilt und meine und Ricci Bitte ist nun unser beider Interesse bei dieser Affaire zu betreiben. Mißversteh mich aber nicht, sowohl Ricci als ich wollen nicht unverschämt erscheinen, ist die Foderung [sic] zu groß, so macht Ihr es ab wieviel man geben will. Natürlich je mehr man giebt, je besser, da bist Du mit mir einverstanden; Du kennst Ricci und ich hoffe, auch mich, wir sind keine Unersättlichen und er grade gar nicht, so daß Marietta mir sagt ich soll gar nicht auf ihn hören und an Dich schreiben Du würdest schon für ihn sorgen.

Also wiederum in Deine Hände übergebe ich mein Schicksal und wiederhole, was ich auch an Collin heute sage, daß die Herren bei dieser Zahlung nicht Kop. zum Maßstaab nehmen, wo ein Rbth. soviel als hier ein Scudi gilt. Du weißt wir ich gearbeitet habe und abgesen [sic] von dem Honnorar, ich glaube ich habe meine Pflicht gethan, Ihr kommt [sic] mit mir zufrieden seyn, obgleich ich auch von mehreren Seiten angefeindet werde.

Schreibe nun bald, wie es Dir, Deiner Frau, Schwester und Schwiegermutter geht. Von Ricci’s Frau, so wie von Canina, Campana, meinen Wirthsleuten und den Landsleuten die freundlichsten Grüße. Alle erkundigen sich und oft nach euch u fragen la bella ragazza e guarita? Während Ihr dort unter Schnee u Kälte leidet, regnet es hier ohne Unterlaß, aber es ist doch warm und in diesem Augenblick scheint die Sonne mal wieder durch, welche uns das schlechte Wetter vergessen macht.

Gott befohlen
Dein

Bravo

Arkivplacering
m31, nr. 52
Emneord
Thorvaldsens testamenter
Personer
Jonas Collin
Sidst opdateret 10.05.2011 Print