Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 4161 af 10185
Afsender Dato Modtager
NN [+]

Afsendersted

Arreskov, Fyn

6.5.1827 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Ludwig 1. [+]

Modtagerinfo

Ingen udskrift. Tilskrift: Esquisse til Kgn. af Bairen.

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Esquisse til Kgn. af Bairen. Arreskov in den Prov. Fühnen 6 Maj 1827.

Ew. Kgl. May!

Werden sich gnadigst meines zu erinnern ger[xxxx], der ich in Rom vor einigen Jahren so manchmal das Glück hatte in Dero lehrreichen Umgang die frohesten Stunden meiner Tage zu verleben. Ewig werde ich in meiner Gedachtniss da[s] eben so einfache als fürstliche Fest, welches die Deutschen Künstler in der alten Hauptsädt der Welt Ew. May. da Sie von Neapel nach München Rom durcheilten zu geben wagten, beybehalten. Ich hatte damals das Glück bey meinem berühmten Landsm. den unnachahmlichen Thorvaldsen zu wohnen, und ich machte mir es zu Ehre, als in der Zahl der Künstler gerechnet, diese für die Kunst so glorreiche Feyerlichkeit beizuwohnen zu dürfen, und zu der Veranstaltung dieses Kunstlerfestes beyzutragen. Ihro May. würdigten mich in der Zeit nach Verlauf einiger Jahre nach München zu kommen gnädigst einzuladen. Ich hoffte, kunftige Jahr, wenn ich abermals meinen Posten als danischen Gesandten in Italien antrete von dieser gnädigen Einladung Gebrauch zu machen, und über die Residenz Ew. May. den Weg nach Italien zu nehmen um das dort weltberühmte Museum, welches München zu dem wahren Tempel der Musen erhebt, im Augenschein zu nehmen, und meiner höchste Bewunderung zu nehmen schenken. Oh wie freue ich mich, Ew. May. dort im Kreise des berühmtesten Künstler und Wissenschaftsmänner widerzusehen! Der Thron Ew. May. hat auch in dieser Hinsicht einen Glanz erworben, der die spatesten Nachwelt noch erleuchten wird. Zwei meiner Landsleute, die nach München zu reisen das Glück haben werden, und denen ich dieses Glücks in der That beneide, haben die Absich, sich dort um ihre Bildung und literar. Kentnisse zu erweitern aufzuhalten. Ich wage es diese, der Gnade Ew. May. unterthänigst zu empfehlen der eine ist eine Kammerjkr Reedtz, hiesiger Gutzbesitzer, der andere ein Legat [Sekr] v. Hvas im [Dpns] der auswärt. Angelegenh. angestellt welcher ihn nach München begleitet. Diese fur Kunst u. Literatur beseelten Menschen werden die Ehre haben Ew. May. in meiner Nahmen ein Kästchen zu überreichen. Dieses enthält eins des grössten Meisterwerke des beruhmten Albr. Dürer ein Holzschn. welcher einzig in seiner Art mir zu seyn scheint, und dieses stelle ich Ew. May. zu allerhochster Ansicht dar. Das Blatt welches ich mir die unterth. Freyheit nehme hierneben beyzufügen enthält die Beschreibung dieser Seltenheit von einem unseren bekantesten Arkæologen im Jahre 1814 abgefasst. Der Eigener dieses Meisterwerkes, mein Neffen der Graf Schaffalitzky von Muckadels, ist zwar ein Verehrer der Kunst; allein er besitzt keine eigentliche Kunstsammlung, und dieses Stück welches er von seinen Urältern ererbt hat, wünscht er zu veräussern. Der Prinz Chr. v. Dänem. mit dem ich zwei Jahre auf Befehl meines Kgs. in Italien zu reisen, das Glück hatte, hat bereits eine nicht unbedeutende Summa für dieses Meisterwerk gebothen; allein ich habe meinen Neffen überredet, diese Seltenheit Ew. May. erst vorzuzeigen zu lassen, ehe er seines Anerbiethen des gedachten Prinzes anzunehmen sich beschliesst; denn ich habe geglaubt, dass diese herrliche Arbeit des unsterbl A.D. we[rde] sey einen ausgezeichen Platz in dem unvergl. Museum Ew. May. einzunehmen, und dass Sie mir es gewiss nicht ungnädig aufnehmen würden, wenn ich Ew. May. den Ankauf dieses treffl. Meisterwerks in Nahmen des Grafen v. Schaffalitzky anzubiethen mir die Freiheit nehmen Ew. May. wissen ja, wie leidenschaftl. ich die Kunst liebe und verehre. Einen Aufenthalt von mehr als zwanzig Jahren, in dem Landes welches man füglich die Wiege der Kunst nennen kann, hat meine Vorliebe für die Kunst vermehrt und gebildet. Ew. May. wissen aus höchst eigener Erfahrung, wie ein enthousiast. Liebhabes der Kunst in Italien gestimmt ist, und wie sehr die Ruckkunft in diesem herrlichen Musenland die Seele mit Entzücken erfüllt. Die Strophen des Monti darf ich als auf mich passend, hier anführen: Bella Italia amata sponde etc. etc. Haben Ew. May. die hohe Gnade an die unter meinem Nahmen gezeichn. Adresse mir allgn. wissen zu lassen, ob Sie den Ankauf des Meisterwerks x – -

Arkivplacering
m30A, nr. 81
Sidst opdateret 10.05.2011 Print