The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 1724 of 10185
Sender Date Recipient
Theodor von der Ropp [+]

Sender’s Location

Pokroy, i det nuværende nordlige Litauen

Information on sender

Brevet har været forseglet.

8.9.1817 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet. Brevet er dateret efter hhv. den julianske og den gregorianske kalender. Den julianske kalender var gældende i Rusland indtil det 20. århundrede.
Årstallet har tidligere været læst som 1814, men den dobbelte datering udelukker andre muligheder end 1817: Det sidste ciffer i hhv. årstallet og den julianske angivelse af dagen kan nemlig læses som enten et 4-tal eller et 7-tal, da de to cifre er skrevet ens af von der Ropp, se gengivelsen af originalen. Dvs., at den julianske dato kan enten læses som 24.8.1814 eller 27.8.1817.
Læsningen 24.8.1814 af den julianske dato giver imidlertid ikke mening, da den dag svarer til den gregorianske dato 5.9.1814. Da den gregorianske dag imidlertid tydeligt er angivet til den 8. september, falder læsningen af datoen som 24.8.1814.
Den julianske dato må dermed skulle læses som 27.8.1817, der svarer til den 8.9.1817 i den gregorianske kalender, sådan som von der Ropp har skrevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Recipient’s Location

Rom

Information on recipient

Udskrift: Dem Herrn / Herrn Alberto Thorwalzen / Mitglied der Akademie der Künste zu / Kopenhagen in Rom

Abstract

Ropp thanks Thorvaldsen after having received Briseis and Achilles, cf. A490, Venus with the Apple, cf. A12, and the copies of antique busts. They arrived in the early spring of 1817. He is full of praise for Thorvaldsen’s works.
Ropp still owes Thorvaldsen 100 scudi for the bust of Jupiter Otricoli, which he is going to send with his brother. He enquires about the price of four statues for the decoration of a hall.

See Original
Pokroy den 27.ten August.  
8 Septem 1817.

Verzeihen Sie lieber Thorwalzen! daß ich Ihnen so spät, für die schönen Kunstwerke, die Sie die Güte gehabt haben für mich zu machen, den gebührenden Danke sage. Glauben Sie nicht deswegen, daß ich den hohen Werth dieser Gabe verkenne, aber verschiedene Umstände haben mich dran verhindert; denn erstlich habe ich sie, durch ein fatales Schicksaal, erst diesen Frühjahr erhalten, u. dann haben mich Geschäfts-Reisen dran verhindert. – Es war für mich ein höchst erfreulicher Anblik, das schöne Barelief wiederzusehen; Es war, als wenn ich einen alten jugendfreund, in der Wüste wiederfand, durch dessen Gegenwart alle schöne jugendliche Träume in mir wieder erwachten. – Ihre Venus hat mich überrascht, denn bis Dato hatte ich Sie nur im Heroischen bewundert; verzeihen Sie daher, daß ich zweifelte, daß Sie in beyden Genre gleich groß seyn werden. Sie wissen daß es fast keinem Günstling der Musen bis jezt gelungen ist. Aber Ihnen war es aufbehalten, nicht allein die Plastische Kunst in einem Theil zu der Höhe, wo Sie in den Zeiten des Pitias u. Perxiteles war, zurük zu führen, sondern sie in allen Theilen in ihrer ganzen Reinheit wiederherzustellen. Ihr Jason, das Barelief die Entführung der Brisis u. die Venus beweisen es. Was ich, nachdem ich Jahrelang, nichts von Kunst gesehen hatte, beym Anblik dieser herrlichen Werke empfand, kann ich Ihnen nicht beschreiben, sondern nur für diese Empfindung danken.
Da durch ein Versehen, ich Ihnen noch 100 Scudi für den Jupiters Kopf schuldig bin, so habe ich meinem jüngsten Bruder, der Ihnen diesen Brief abgeben wird, den Auftrag gegeben, sie Ihnen mit allem Dank einzuhändigen.
Melden Sie mir, wie es Ihnen ergeht, u. was Sie seit unserer Trennung Grosses hervorgebracht haben u. für welchen Preis Sie jezt, vier Statuen von fünf Fuß Höhe, nach Ihrer eigenen Wahl für einen runden Saal, machen würden.
Genehmigen Sie nochmals meinen innigsten Dank, u. seyn Sie überzeugt von der Achtung u. Freundschaft

Ihres

Theodor v.d. Ropp.

Archival Reference
m4 1814, nr. 20
Subjects
Commissions, not Accepted and Unrealized · Ropp's Commission 1804-05 · Thorvaldsen and Baltic Germans · Thorvaldsen as Phidias or Praxiteles · Thorvaldsen's Works, Receipt of · Thorvaldsen's Works, Payment
Works
Last updated 18.10.2014 Print