The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 3066 of 10239
Sender Date Recipient
Johann Gottfried Schadow [+]

Sender’s Location

Berlin

Information on sender

Lille ovalt, rødt laksegl med motiv af løbende hund.

9.9.1822 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Recipient’s Location

Rom

Information on recipient

Udskrift: An den Herrn Ritter Thorwaldsen / Hochwolgeborn.

Abstract

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See Original

Dem Herrn Ritter Thorwaldsen

Dessen Andenken ich mich hiemit empfele, übersende ich meinen Schüler u Schwestersohn, den Emil Wolf, von der Natur mit guten Anlagen versehen, hat er sich so weit geholfen, das die Academie ihm eine Koenigliche Unterstützung auf 5 Jahren verschafft hat. In diese Zeit sollen Sie, mein würdiger Herr und Freund! ihm beibringen, was möglich ist. Sein Vater ist Professor im Gimnasium u er hat noch 5 Brüder, die Unterstützung ist gering. – indessen hab’ ich ihn, ausser der Uebung in Zeichnen u modelliren, auch zur Arbeit in Marmor angehalten u er ist so weit, das man ihm eine Buste anvertrauen kann, wovon er kurzlich eine Probe gegeben hat.
Der Herr Rauch wollte : die Gruppe des Achill u der Pentesilea sollte hieher mit dem Modelle von Gips solche ihm zu überlassen, will ich nicht u wie Er meint – in meiner Werckstätt kann ich nicht übers Herz bringen, weil ich immer betrübt dabei sein würde. Lassen Sie dem Emil eine kleiner Arbeit in Marmor machen u ich glaube, Sie werden dann, mit mir der Meinung sein: das man diesem Jüngling auch viel Grösseres anvertrauen darf, u während den 5 Jahren von ihm der Beendigung der Gruppe zu erwarten wäre – mit Hülfe etwa eines Arbeiters. Hernach habe ich unsern Herrn Minister von Altenstein Vorschläge gemacht, die wir abwarten müssen, welchen Erfolge sie haben werden.
Ihnen dancke ich herzlich, für die Güte u Sorgfelt, welche Sie der verlassene Werckstatt meines erst. Ridolfo geschenckt haben. Wir haben vorgeschlagen diese für preussische Rechnung zu miethen. Herr Leg. Rath Bartoldy hoffe ich wird meinem Emil, nicht nur den Platz in die Werckstatt anweisen, sondern ihm auch, das Mehreste darin anvertrauen.

Was sonst in Sachen der Kunst hier vorgeht wird Ihnen vom Neffe mündlich mittheilen können; ich empfele Ihn nochmals Ihrer Güte u verharre mit wahrer Hochachtung

Ihr ergebener G. Schadow
der Vater
Berlin 9 September 1822.

Archival Reference
m7 1822, nr. 42
Other references

  • Bernhard Maaz: Skulptur in Deutschland – zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg, Berlin 2010, bd. 2, p. 591-592.

Last updated 10.05.2011 Print