The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 8559 of 10233
Sender Date Recipient
Friedrich Wilhelm Joseph Schelling [+]

Sender’s Location

München

31.9.1840 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Recipient’s Location

København

Abstract

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See Original

München 21. Sept. 1840.

Hochverehrter Herr!
Ich hätte sehr gewünscht, noch ehe Sie Rom verließen die Sache, wegen deren ich, bei Ihrer Anwesenheit in München, die Ehre hatte mündlich mit Ihnen zu sprechen, in Ordnung bringen und die Übersendung der zu dem bewussten Monument gehörigen Stücke veranlassen zu können; allein es war damals unmöglich, und inzwischen erst hat sich die Familie zu einem Entschluß vereinigt, in dessen Folge ich jezt die Ehre habe, Sie zu bitten, daß Sie die Güte haben wollen, Ihrem Agenten in Rom den Auftrag zu geben, daß die erwähnten, daselbst zurückgebliebnen Stücke, die aus der Büste und den Basreliefs bestehen, mit ehester Schiffgelegenheit, wohl verpackt, mit Vorausbedingung der Transportkosten entweder direct nach Kiel unter der Addresse: An den Kön. Etatsrath und Professor der Medecin Dr. Wiedemann daselbst, oder gelegenheitlich andrer Sendungen an Sie nach Copenhagen abgehen, von wo Sie alsdann die Güte hätten, die Sachen zu Wasser unter der angegebnen Adresse nach Kiel spediren zu lassen. Vielleicht, daß selbst noch einmal eine königliche Fregatte andre Ihrer in Rom noch befindlichen Werke von dort abholt, in diesen Falle hätten Sie wohl die Gewogenheit, die nach Kiel bestimmten Arbeiten gleich mitkommen zu lassen. Mit dem lebhaftesen Danke würden wir erkennen, wenn Sie die Gefälligkeit haben wollen, auf diese Weise zu besorgen, daß die Familie so bald als möglich in dem Besitz dieser ihr in doppeltern Betracht so werthen und wichtigen Gegenstände gelange.
Seit Sie in Ihrem Vaterlande weilen, habe ich mit andern Ihrer hiesigen Verehrer mir geschmeichelt, daß uns die Freude zu Theil werden könnte, Sie noch einmal in München zu sehen. Sie sollten sich dazu schon bewogen finden, um Ihre herrliche Statue Maximilians I. aufgestellt zu sehen, und durch eignen Anblick sich zu überzeugen, welche mächtige Wirkung sie auf dem erst durch sie imposant und großartig gewordnen Platze ausübt, vielleicht daß Sie diesen Wunsch Ihrer zahlreichen Bewunderer, an deren Spitze sich wie Sie wissen der König selbst befindet, im nächstkommenden Sommer doch noch zu erfüllen sich entschlißen. –
Inzwischen bitte ich Sie, den Ausdruck der hohen Verehrung und vollkommensten Hochachtung zu genehmigen, mit welcher ich die Ehre habe zu seyn

Euer Hochwohlgebohrn
ergebenster Diener
Schelling

Archival Reference
m23 1840, nr. 33
Last updated 10.05.2011 Print