The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 4093 of 10219
Sender Date Recipient
Samuel Amsler [+]

Sender’s Location

Willdegg

Information on sender

Rødt laksegl med våbenskjold. På skjoldet ses øverst en hjelm, på midten en siddende due i profil og nederst en slange, der snor sig om en stav. Over våbenskjoldet ses endnu en siddende due i profil og fra dennes tæer løber (laurbær?)løv ned langs skjoldtes sider.
Poststemplet: L.T. / P.P. samt 8FEB[RAIO].

27.1.1827 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Recipient’s Location

Rom

Information on recipient

Udskrift: All Illustrismo Signore / Il Sigre Cavaliere Thorwaldsen, / Scultore celebrimo / in Roma

Abstract

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See Original

Wildegg d. 27. Jan. 1827.

Hochverehrter Herr Thorwaldsen!

Durch Hrn. Rascher von Chur werden Sie mit Ende Febr: eine Rolle Zeichnungen erhalten, alle, außert die des Fischers die ich bis dahin von Ihnen zu Ihrem Friese in Händen hatte, 10. im der Zahl. Beygelegt sende [ich] Ihnen! zugleich Abdrüke von 6. Platten; derjenige der Schiffer ist noch ein Probedruk – von den Musizierenden hatte ich gerade die Drüke von Zürich nicht erhalten.

Ich wünsche sehr daß Sie! mit den Stichen zufrieden seyn möchten – ein paar dieser Zeichnungen waren sehr schlecht besonders die des Alexander u die der Musizierenden; ich gab mir Mühe, u ich glaube daß Sie die Zeichnung im Stiche der erstere weniger tadelhaft finden werden.
Ich arbeite mit Fleiß u Liebe an Ihrem Werke, u werde es auch so durchzuführen suchen, vielleicht geben Sie! mir nach Vollendung dieses, Anlaß andere Ihrer Werke zu stechen, mein Wunsch wäre es wenigstens, u darum wünschte ich für die Zukunft mit Ihrer Gelegenheit eine Aüßerung darüber von Ihnen zu vernehmen. –
Ich übersendte Hrn. v. Rascher die Rolle nach Chur, wenn Sie! Ihm die allfallige Porto-Auslage gefälligst erstatten wollten – künftige Aufträge an Sie! oder mich, wird er jederzeit mit Vergnügen übernehmen.
Vor einigen Tagen erhielt ich von Hrn. Schopff aus Nürnberg die 3. angekündigten Zeichnungen laut Ihrem GeE. vom 19t: Dec. a.p. richtig, die ich sehr schön finde. Auf der einen Zeichnung ist ein halbes Pferd mit seinem Führer, was sich im Stiche wie ich glaube nicht gut machen würde, da auf keiner Platte noch eine halbe Figur ist; – wenn mann diese, auf eine andere Platte brachte würde es beßer gehen an die sich diese Figur anschließt, u auch ohne diese würde die Zeichnung ein schönes Ganze bilden, wenn ich das hinter diesem Führer stehende Pferd ergänzen würde, was leicht gescheh’n könte – auch wie Sie wißen habe ich auf andere Platten wo der Zug getheilt blieb Füße &c – ergänzt, die im Basrelief nicht zu sehen sind.
Jedoch ohne im Minndesten Ihrer Ansicht vorgreiffen zu wollen, glaubte ich dieß Ihnen sagen zu müßen u bitte Sie nur, mir gefäll. durch Hrn. Rittig oder in ein paar Zeilen selbst, Ihren Willen mittheilen zu wollen.
Da ich zimmlich ununterbrochen an dem Friese bis zur Vollendung arbeiten werde, so bitte ich Sie! darfür zu sorgen, daß ich seiner Zeit wieder mit neuen Zeichnungen versehen seyn werde. Wie ich weis reißt Hr. Heß oder Schnorr bis in 3-4 Monaten nach Deutschland, die selbe am besten mitnehmen könten – u vielleicht reisen Sie alsdann durch die Schweiz, wo Sie mi[ch] doch wie ich hoffe besuchen würden – auch könte ich selbe von München aus leicht erhalten.

In der Hoffnung daß Sie benannte Zeichnungen durch Hrn. Rascher wohl verwahrt erhalten werden so wie auch meine Stiche zu Ihrer Zufriedenhei[t] worüber ich Sie! gefälligst um Ihr Urtheil [xxx] empfehle ich mich Ihnen mit vorzüglicher Ho[ch]achtung u Ergebenheit,

Ihr bereitw.
S.F. Amsler


[På udskriftssiden med Thorvaldsens egen hånd:]

Leuchtenberg

[Herunder med anden hånd:]
3.58
810
630
366
210
23.74

Archival Reference
m12 1827, nr. 13
Last updated 10.05.2011 Print