Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 7094 af 10177
Afsender Dato Modtager
Georg von Saint-George [+]

Afsendersted

Frankfurt

Afsenderinfo

Lille rødt laksegl med utydeligt præg.
Poststemplet: FRANKFURT / 13. / MART. / 1837 samt ved ankomsten til Rom: ROMA / 23[?] / [XXX] / 1837.
Desuden er brevet stemplet: “NETTA DENTRO E FUORI” (ren udenpå og indeni) under pavestatens emblem for at vise, at brevet er blevet desinficeret. Se den generelle kommentar for mere herom.

13.3.1837 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet poststempel.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

Rom

Modtagerinfo

Udskrift:

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Hochwohlgeborner Herr

Insonders Hochzuverehrender Ritter,

Die Einwohner Frankfurts haben den Entschluß gefaßt, ihrem LandsManne dem unsterblichen Goethe ein Monument zu errichten – Seiner und ihrer würdig – und einen eigends dazu erwählten Ausschuß mit der Ausführung dieses Vorhabens beauftragt.

An wen könnte dieser sich mit mehr Vertrauen und der Hofnung wenden, diesen schönen Zweck auf das Vollständigste zu erreichen, als an den von ganz Europa hochgefeierten Thorwaldsen, den unsterblichen Schöpfer so vieler großartigen Werke ?

Die GeistesVerwandtschaft in der Sie mit dem grosen Dichter stehen – die Bereitwilligkeit mit welcher Sie Guttenbergs und Schillers Andenken auf die späte Nachwelt verpflanzten, läßt auch die Verehrer Göthe’s hoffen daß sie keine Fehlbitte thun, indem sie Ewr Hochwohlgeborn ersuchen, sich auch in unsrer Stadt zu verewigen, durch Anfertigung eines Models für eine in Erz zu giesende colossale Statue unsers Goethe. Sobald wir wißen, daß Sie unsern Wünschen zu entsprechen geneigt sind, werden wir die Ehre haben, Ihnen die näheren, auf Localitaet und andrn Umstände Bezug habenden Ansichten des Ausschußes mitzutheilen. Es hat sich das Gerücht von Ihrer nahe bevorstehenden Reise nach München u. Coppenhagen hier verbreitet. In diesem Falle würden wir wohl auch das Glück haben, Ewr Hochwohlgeborn in unsrer Mitte zu sehen, welches mir ins Besondere, eine grose Freude seyn, und der Ausführung unsers Vorhabens sehr förderlich seyn würde.

Wir erinnern uns noch immer mit vielem Vergnügen unsers Aufenthaltes in Rom vor 2 Jahren und Ihres freundlichen Umgangs und meine Töchter freuen sich nicht weniger, Sie in Frankfurt begrüsen zu können. Laßen Sie uns daher, verehrter Herr und Freund, recht bald wißen ob und wann wir Sie hier sehen werden denn ich würde jeden andern Reise Plan verschieben um Sie ja nicht bei Ihrer Durchreise hier zu verfehlen. Wollen Sie dann mit einem Quartier in meinem Hause vorlieb nähmen, so steht es mit Vergnügen zu Diensten.

Also in Erwartung recht baldiger Antwort bitte ich Ewr Hochwohlgeborn die Versicherung meiner vollkommensten Hochachtung zu genehmigen

Georg v. St. George

Ich glaube Ihnen schon mündlich gesagt zu haben, daß Ihr schönes Basrelief welches Sie für meinen seel. Schwager Bethmann Hollweg gemacht haben, aufgestellt ist. Kein Reisender versäumt, es aufzusuchen, und zu bewundern.
Hiebei auch ein Brief von Freund Passavant über obige Angelegenheit

Generel kommentar

I sammenfoldet form er brevet blevet gennemskåret af små snit fire steder. De fremkomne små (ca. 1 cm) lange revner har formentlig tjent til desinfektion af brevet med henblik på at undgå spredning af sygdomsepidemier. Desinfektion af breve var almindelig og kunne ske både med perforering (der skulle lukke den dårlige luft ud samt tillade desinficerende røg at trænge ind), fugtning med eddike eller havvand, eller ved opvarmning med røg. I visse tilfælde bemærkedes desinfektion af et brev med stemplet “Netta dentro e fuori” (ren udenpå og indeni). Se hertil evt. Maurice Rickards, The Encyclopedia of Ephemera, New York og London 1919 (2001), p. 121.

Arkivplacering
m21 1837, nr. 76
Sidst opdateret 11.01.2013 Print