Arkivet, Thorvaldsens Museum

 
No. 7284 af 10185
Afsender Dato Modtager
Johann Georg Gmelin [+]

Afsendersted

Napoli

Afsenderinfo

Rødt laksegl med initialer og krone.
Poststemplet: [XX] 31. AGO.; slyngmonogram: AGDP (Amministrazione Generale Delle Poste), samt ved ankomsten til Rom: ROMA / [2 eller 9?] / SET. / 1837.

29.8.1837 [+]

Dateringsbegrundelse

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Modtagersted

Rom

Modtagerinfo

Udskrift: Al Nobil Uomo / Signor Commendatore Alberto / Thorwaldsen / Roma

Resumé

Kommentarerne til dette brev er under udarbejdelse.

Se original

Werthester Herr Staatsrath!
Es thut mir leid Ihnen in meinem Briefe vor 2. Monate die Sache vorgeschlagen zu haben. Denn aus Ihre Antwort scheint es als wenn Sie dächten ich zudringlich gegen Ihnen gewesen zu seyn, das Geld wieder von Ihnen haben zu wollen. (Dies Keineswegs.) – Wenn ich Ihnen die Sache angetragen habe, so ist es geschehen, weil ich es für meine Pflicht hielt es Ihnen wissen zu lassen bevor ich das Ganze au[f]geben würde. – Und übrigens ich habe Ihnen das Ganze für den drittel Preis angebothen, als es mir kostet.

Sie schreiben mir, daß wenn meine Erwartung übertreiben gewesen sey, und ich geglaubt habe schon im ersten Jahre große Einnahme zu machen, so hätte ich dies auf Rechnung meiner eigenen Unkenntniß zu sezten. – So überspannte Gedanken habe ich nie gehabt, und ich wäre froh gewesen wenn das erste Jahr die blose Ladenmiethe herausgekommen wäre. Leider konnte es aber nicht schlechter gehen. – Dies konnte ich nicht voraussehen, und Sie auch nicht, sonst hätten Sie mir gewiß davon abgerathen.

Es thut mir außerordentlich leid, daß Sie sagen, daß es Ihnen schmerzt, daß die Sachen in solche Händen gekommen wären, und so schlecht herrausgekommen.

Mein Willen war dabey der besten, und ich kann dies immer verantworten, indem ich mein ganzes Geld dabey angewendet habe, um den Ganzen einen reichern Schein zu geben. – Was die Abformung der Basrelieven anbetrifft, so glaube ich, daß Sie dem Brandenburg seine Geschicklichkeit, besser als ich hätten voraussehen sollen, denn Sie wußten, daß die Sachen in Händen von Brandenburg kamen, um sie abzuformen.

Die Sache ist einmal so gegangen, ich habe mein Geld dabey verlohren und damit ist es abgemacht. Es schmerzt mir aber sehr daß es in meiner schönsten Zeit geschehen ist, wo ich studieren muß, und wo es Mittel dazu braucht.

Wenn Gott will daß ich nach Rom zurück komme und mir die Freiheit nehme, Sie zu besuchen so glauben Sie nur nicht, daß ich komme um Ihnen von der Geschichte zu anfangen. Ich werde Ihnen damit nicht im Mindesten Verdruß machen, und nicht ein Wort davon reden.

Ihr Unterthänigster

Georg Gmelin

Neapel 29/8. 1837.

Generel kommentar

I sammenfoldet form er brevet blevet gennemskåret af små snit fire steder. De fremkomne små (ca. 1 cm) lange revner har formentlig tjent til desinfektion af brevet med henblik på at undgå spredning af sygdomsepidemier. Desinfektion af breve var almindelig og kunne ske både med perforering (der skulle lukke den dårlige luft ud samt tillade desinficerende røg at trænge ind), fugtning med eddike eller havvand, eller ved opvarmning med røg. I visse tilfælde bemærkedes desinfektion af et brev med stemplet “Netta dentro e fuori” (ren udenpå og indeni). Se hertil evt. Maurice Rickards, The Encyclopedia of Ephemera, New York og London 1919 (2001), p. 121.

Arkivplacering
m21 1837, nr. 52
Sidst opdateret 10.01.2013 Print