The Thorvaldsens Museum Archives

 
No. 1366 of 10176
Sender Date Recipient
Friedrich Wilhelm Joseph Schelling [+]

Sender’s Location

München

Information on sender

Brevet har været forseglet.
Poststemplet: ”[X. X.] MUNCHEN / 25 ST[XXXX]” og ”[7] OTT[OBRE]”.

24.9.1814 [+]

Dating based on

Dateringen fremgår af brevet.

Bertel Thorvaldsen [+]

Recipient’s Location

Rom

Information on recipient

Udskrift: À Monsieur / Monsieur le Chevalier / Thorwaldsen / prémier sculpteur de S.M. / le Roi de Danemarc etc / Franco / à / Rome.

Abstract

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See Original

München 24: Sept. 1814

Ew. Wohlgebohrn

geehrtestes Schreiben vom 24. Jul d.J. ist erst nach einem Monat in meine Hände gekommen, da ich abwesend und auf eine Reise begriffen war. Ein Monat mehr ist leider hingegangen weil die für das Monument bestimmte Summe nicht sogleich zu meiner Disposition war. Entschuldigen Sie gütigst, Hochzuehrender Herr, mit diesen Umständen die so lange ausgebliebene Antwort.
Von allen Briefen welche Ew. Wohlgebohrn seit meiner letzten Wechsel Übersendung an mich erlassen haben können, ist kein einziger in meine Hände gekommen.
Um so mehr freute mich die bestimmte Versicherung zu erhalten, daß die Basreliefs und die Büste fertig sind.

Inzwischen ist leider! die Jahrszeit zu weit vorgerückt die Anstalten zum Empfang und zur Aufstellung des Monuments an Ort und Stelle haben noch nicht getroffen werden können; es wird nöthig seyn, daß ich mich selbst dahin verfüge. Dieß sind die Ursachen, wegen welcher ich Ew. Wohlgebohrn bitten muß, die Basreliefs pp noch für den nächsten Winter einen Platz in Ihrem Studie zu verstatten und die vor sie vor der Hand bis auf weitere Nachricht nicht zu übersenden. Ich hoffe, Ihnen damit nicht lästig zu fallen und Ihre eignen Wünsche zu erfüllen, wenn ich alle Vorsichtsmaßregeln nehme, das Denkmal auf die sicherste und beste Weise aufstellen zu lassen. Zu Erreichung dieses Zwecks wird es noch nöthig seyn, daß Ew. Wohlgebohrn die Güte haben, eine kurze Instruction für den Steinmetz oder wo möglich eine Zeichnung zu überschicken, wie nach Ihrer Intention die Basreliefs und die Büste angebracht werden sollen, damit das Ganze auf einer des Werks und des Künstlers würdigen Weise aufgestellt werde.

Inzwischen habe ich die Ehre, Ew. Wohlgebohrn einen Wechsel auf Augsburg in Betrag von 50. Carolins ( = 200 altfranzös. Laubthalern, oder 550 Fl rhein. = 458 Fl. 20 Kreuzer Augsburger Währung oder im 20 Fl. Fuß) zu überschicken. Ich zweifle nicht, daß Sie denselben in Rom leicht realisiren werden.
Ich füge die Bitte bey, mir eine Berechnung desjenigen zu übermachen, was Ew. Wohlgeb. hinnoch zu erhalten haben. Diesen Rest werde ich nach Verlangen sogleich oder bey Absendung der Basreliefs Ihnen überschicken. Verlassen Sich Ew. Wohlgeb. darauf, daß niemals jemand den Preis erfahren soll; ich weiß daß Rücksichten der Freundschaft Sie bey Bestimmung desselben vorzüglich geleitet haben!
Mit der ausgezeichnetsten Hochachtung habe ich die Ehre zu verharren     Ew. Wohlgebohrn

ganz ergebenster
Schelling.

Archival Reference
m4 1814, nr. 21
Thiele
Delvist gengivet hos Thiele II, p. 258-259.
Last updated 10.05.2011 Print